Ranking PR-Agenturen legen um 4 Prozent zu / Media Consulta bleibt Spitzenreiter

Montag, 13. April 2015
Harald Zulauf führt mit seiner Agentur Media Consulta erneut das Ranking an
Harald Zulauf führt mit seiner Agentur Media Consulta erneut das Ranking an
Foto: Media Consulta

2014 war auch für die PR-Agenturen ein Wachstumsjahr. Allerdings konnten sie nicht so deutlich zulegen wie die Kollegen aus der Werbung. Während diese laut GWA-Monitor und Ranking der inhabergeführen Werbeagenturen ein Wachstum von rund 8 Prozent erzielten, kommen die PR-Dienstleister laut der heute veröffentlichten Rangliste des "PR-Journals" von Gerhard Pfeffer auf ein Plus von 4,2 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 3,5 Prozent.

Die 10 größten PR-Agenturen 2014

RangAgenturHonorar 2014 (in Mio. Euro)Veränderung in Prozent
1Media Consulta52,44,0
2Ketchum Pleon49,12,5
3Fischer-Appelt39,51,4
4Oliver Schrott19,815,2
5Edelman18,31,5
6Weber Shandwick15,89,2
7Serviceplan PR Group14,612,8
8Häberlein & Mauerer13,113,9
9Hill + Knowlton Strategies12,71,6
10Achtung11,917,1
Quelle: PR-Journal

An der Spitze des Rankings steht weiterhin die Berliner Agenturgruppe Media Consulta. Sie konnte den Umsatz um 4 Prozent auf 52,4 Millionen Euro steigern. Auch auf den Plätzen dahinter gibt es keine Veränderungen: Nummer 2 bleibt Ketchum Pleon mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 49 Millionen Euro, gefolgt von Fischer-Appelt mit einem Zuwachs von 1,4 Prozent auf 39,5 Millionen Euro. Erst auf Platz 8 gibt es einen Wechsel: Die Agentur Häberlein & Mauerer konnte sich mit einem Umsatzwachstum von fast 14 Prozent auf 13,1 Millionen Euro um zwei Ränge verbessern. Und die Agentur Achtung hat es mit einem Plus von 17 Prozent auf fast 12 Millionen Euro wieder in die Top 10 geschafft.

"Unser Ranking weist für die Branche ein soldes Wachstum aus, auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer ausfällt", sagt PR-Journal-Chef Pfeffer. 2013 legten die in der Rangliste erfassten Agenturen um rund 5 Prozent zu. Die Zahlen der hiesigen Ableger von internationalen Networks, die wegen der Vorgaben der Muttergesellschaften keine Daten melden, sind in dem Ranking geschätzt beziehungsweise hochgerechnet - in der Regel mit den Durchschnitts-Pro-Kopf-Umsätzen aus dem Jahr 2013. Das Gleiche gilt für Agenturen, die aus anderen Gründen keine eigene Umsatzmeldung abgeben. Das vollständige Ranking finden Sie hier.

Das Ranking ist in der Branche nicht unumstritten. Manch einer hält die Daten nur bedingt für vergleichbar. So zum Beispiel Frank Behrendt, PR-Vorstand bei Fischer-Appelt und Mitglied im Präsidium des Agenturverbands GPRA. "Bei der angeblichen Nummer 1 des Pfeffer-Rankings bestehen bei uns und vielen Mitbewerbern auch in diesem Jahr erhebliche Zweifel in Bezug auf die Glaubwürdigkeit", sagt Behrendt. Um eine wirkliche Vergleichbarkeit zu erzielen, müssten alle Agenturen ausschließlich Netto-Honorarumsätze angeben. Jedoch gebe es hier offenbar unterschiedliche Betrachtungsweisen. Das Gleiche gelte für die Erfassung von Umsätzen bei mehrjährigen Projekten. 33 der insgesamt 142 erfassten Agenturen haben ihre Zahlen testieren lassen - darunter auch Media Consulta. mam
Meist gelesen
stats