Ranking Internetagenturen Plan.Net springt erstmals auf Platz 1

Donnerstag, 23. April 2015
Manfred Klaus, Geschäftsführer von Plan.net
Manfred Klaus, Geschäftsführer von Plan.net
Foto: Plan.net/Serviceplan

Gut hat’s, wer dieser Tage eine Internetagentur führt. Denn auch wenn die Konkurrenz zunimmt, der Honorardruck steigt und die Werbungtreibenden immer schlauer und kritischer werden – ein ziemlich gutes Geschäft sind die Digitalschmieden nach wie vor. Das zeigen einmal mehr die Zahlen des aktuellen Rankings der Internetagenturen.
Allein die Top 20 stehen inzwischen für einen Honorarumsatz von rund 600 Millionen Euro. Das sind im Schnitt 15 Prozent mehr als im Vorjahr und satte 52 Prozent mehr als 2009. Damit rücken die Internetagenturen beispielsweise auch den inhabergeführten Werbeagenturen immer dichter auf die Pelle. Deren Top 20 kommen aktuell auf einen Gesamtumsatz von 790 Millionen Euro. Und die Serviceplan-Tochter Plan.Net stünde mit ihren 67,3 Millionen Euro im Ranking der inhabergeführten Agenturen bereits auf Platz 3 – direkt hinter Jung von Matt.
Die größten Internetagenturen 2014
Die größten Internetagenturen 2014 (Bild: HORIZONT)
In der Rangliste der Internetagenturen reicht es für Plan.Net nun erstmals für Platz 1, wenn auch ziemlich knapp. Nur gut eine Million Euro trennt die Münchner vom Vorjahressieger UDG. Und dieser Vorsprung wurde zum Teil durch die Übernahme der Agentur HMMH erkauft, die teilkonsolidiert wurde. Als selbstständiger Dienstleister war die Agentur 2013 noch für rund 23 Millionen Euro Umsatz gut. Doch wer will hier schon kleinlich sein? Plan.Net-Chef Manfred Klaus betont, dass HMMH ausschließlich aus strategischen Gründen übernommen wurde, um die E-Commerce-Kompetenz zu stärken. Und dennoch: Der erste Sieg im digitalen Fingerhakeln mit UDG ist für den Manager wichtig. "Natürlich ist es schön, nun an der Spitze des Rankings zu stehen. Nicht aus sportlichem Ehrgeiz, sondern weil es ein Signal an den Markt hinsichtlich unserer Kompetenz und Leistungsfähigkeit ist", sagt Klaus.

Bleibt die Frage nach der Profitabilität. Und hier hängen die Digitalen den klassischen inhabergeführten Werbeagenturen durchaus hinterher. Zwar konnten die meisten der Top-20-Internetagenturen den Pro-Kopf-Umsatz 2014 steigern und liegen im Schnitt jetzt bei fast 115000 Euro. Die inhabergeführten Werbeagenturen kommen im Schnitt auf fast 117000 Euro. Der Unterschied ist nicht groß, unterstreicht aber die Personal- und vor allem Entwicklungsintensität der Digitalen, die permanent in neue Tools und neues Know-how investieren müssen.

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Und es unterstreicht den Druck auf die Honorare. Plan.Net-Chef Klaus: "Der Druck auf die Honorare bleibt. Bannerproduktion und Standardprogrammierung beispielsweise wandern seit Jahren vermehrt in Billiglohnländer ab." Auch die Münchner Neumarktführer hätten bereits Projekte an Dienstleister etwa aus Kambodscha verloren. as

Das Ranking entsteht in Kooperation mit dem BVDW, HORIZONT, "Werben & Verkaufen" und "iBusiness". Ausführliches Zahlenmaterial zum Internetagentur-Ranking gibt es unter Agenturranking.de.
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