Erster TV-Spot Innogy und Scholz & Friends outen sich als Macher der Neustart-Kampagne

Donnerstag, 01. September 2016
Plakatmotiv aus der Innogy-Kampagne
Plakatmotiv aus der Innogy-Kampagne
Foto: Scholz & Friends
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Die Werbung war in den letzten zwei Wochen nicht zu übersehen: "Was würdest du tun, wenn du noch einmal neu anfangen könntest?", fragte ein anonymer Absender bundesweit auf Plakaten und im TV mit dem Hinweis auf den Hashtag #restart. HORIZONT vermutete frühzeitig, dass sich dahinter die neue Energie-Marke Innogy (bislang RWE) und ihre Agentur Scholz & Friends verbergen. Das bestätigt sich jetzt.

Am heutigen Donnerstag startet - zum offiziellen Launch von Innogy - die Hauptkampagne. Sie löst die Teaser-Phase ab, die in den vergangenen 14 Tagen sichtbar war. Die Antwort, die Innogy auf die selbst aufgeworfene Frage gibt, kommt nicht überraschend. Das Unternehmen würde das Thema Energie neu erfinden. Diese Botschaft steht im Mittelpunkt des Werbeauftritts, der bis Ende November läuft. Zum Einsatz kommen unfangreiche Außenwerbung, digitale Kommunikation sowie ein TV-Spot, der in unterschiedlichen Längen (60, 45 und 30 Sekunden) auf reichweitenstarken Sendern geschaltet wird (Media: Mediacom). "Unser Job ist nicht nur, die neue Marke schnell bekannt zu machen, sondern auch, sie mit starken Inhalten aufzuladen. Das unter einen Hut zu bekommen, war eine zentrale Herausforderung", sagt Constantin Dudzik, Geschäftsführer Strategie bei der verantwortlichen Agentur Scholz & Friends Berlin. Den Spot hat die WPP-Tochter in Zusammenarbeit mit Bigfish produziert. Auf den Einsatz von prominenten Testimonials haben die Kreativen, anders als beim Teaser-Spot, diesmal bewusst verzichtet. "Die Marke hat Spannendes zu sagen und soll das mit eigener Stimme tun", begründet Executive Creative Director Mirko Derpmann diese Entscheidung.

Unter der Marke Innogy bündelt der Energiekonzern RWE das Geschäft mit erneuerbaren Energien, Netz und Vertrieb. Das herkömmliche Geschäft mit Kohle, Gas und Atomkraft wird unter der bisherigen Marke RWE weitergeführt. Geplant ist, Innogy im weiteren Verlauf des Jahres an die Börse zu bringen. Wettbeweber Eon sich für den umgekehrten Weg entschieden: Hier tritt die Stammmarke Eon als Dach für die erneuerbaren Energien auf, das "alte" Geschäft wird dagegen bei der neuen Marke Uniper gebündelt, die ebenfalls an die Börse gebracht wird.

Mirko Derpmann, Constantin Dudzik und Kirill Falkow (v.l.) haben die Kampagne entwickelt
Mirko Derpmann, Constantin Dudzik und Kirill Falkow (v.l.) haben die Kampagne entwickelt (Bild: Scholz & Friends)
Scholz & Friends hatte sich den Pitch um das Mandat von Innogy nach einem Pitch gesichert. Mit einer großen Teaser-Kampagne, bei der der Absender zunächst nicht in Erscheinung trat, hatte die Agentur Anfang 2014 - damals allerdings die Kollegen aus dem Hamburger Büro - auch die Opel-Kampagne "Umparken im Kopf" gestartet. Auf Agenturseite ist neben Geschäftsführer Dudzik und dem Kreativen Derpmann unter anderem Executive Strategy Director Kirill Falkow für den Auftritt verantwortlich. Auf Kundenseite ist Sabine Schmittwilken, Head of Group Brand Communications, zuständig. Die neue Marke sowie das Erscheinungsbild von Innogy hat sie zusammen mit der Agentur Jung von Matt/Brand Identity entwickelt. mam

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