Publicis Omnicom Merger verzögert sich bis ins 3. Quartal

Mittwoch, 12. Februar 2014
Omnicom-Chef John Wren
Omnicom-Chef John Wren

Die geplante Fusion der beiden Werbekonzerne Publicis und Omnicom kommt wohl später zustande als ursprünglich geplant. Omnicom-Chef John Wren hat bei der Präsentation der Zahlen für das Jahr 2013 erklärt, dass er mit einer Verschiebung ins 3. Quartal rechnet. Grund ist die ausstehende Freigabe des Deals durch die Kartellbehörden in China. Der urprüngliche Plan sah vor, den Merger Ende 2013 oder spätestens innerhalb des 1. Quartals 2014 abzuschließen. Dieses Vorhaben schien aufzugehen, nachdem die Wettbewerbshüter in den USA und in der Europäischen Union überraschend schnell ihre Freigabe erteilt hatten - ohne Auflagen. Allerdings gab es bereits Hinweise darauf, dass sich der Prozess bis ins 2. Quartal hinziehen könnte. Entsprechende Einschätzungen hatten zum Beispiel die Analysten von S&P Capital IQ abgegeben. Nun ist zum ersten Mal offiziell sogar vom 3. Quartal die Rede.

Omnicom hat seinen Umsatz im Jahr 2013 um 2,6 Prozent auf 14,58 Milliarden US-Dollar (10,67 Milliarden Euro) gesteigert. Am besten liefen die Geschäfte in den Regionen Asia/Pacific und Lateinamerika, wo man um 6 beziehungsweise 9 Prozent zulegen konnte. In Nordamerika beträgt der Zuwachs 3,7 Prozent, in Europa 1,4 Prozent. Diese Region erholt sich offenbar langsamer als erwartet. Speziell in Westeuropa gibt es laut Omnicom-Chef Wren noch einige problematische Märkte, darunter Frankreich. Deutschland zeige dagegen zum ersten Mal seit mehreren Quartalen wieder Wachstum. Zur Omnicom-Gruppe gehören Netzwerke wie BBDO, DDB und TBWA sowie die Mediaagenturen OMD und PHD. mam
Meist gelesen
stats