Publicis Communications Renault bestätigt Wechsel zu Saatchi & Saatchi

Montag, 23. Januar 2017
CEO Christian Rätsch sieht Saatchi & Saatchi wieder in der Spur
CEO Christian Rätsch sieht Saatchi & Saatchi wieder in der Spur
© Saatchi & Saatchi

Was HORIZONT Anfang Dezember exklusiv gemeldet hat, wird jetzt offiziell bestätigt: Renault Deutschland wechselt innerhalb der Agenturgruppe Publicis Communications vom bisherigen Betreuer Publicis Pixelpark in Hamburg zu Saatchi & Saatchi in Düsseldorf. Das Mandat umfasst die Bereiche klassische Werbung, Händler- und digitale Kommunikation, Direktmarketing sowie die Kommunikation mit Bestandskunden.
Das Team um Saatchi-Chef Christian Rätsch kann also wie berichtet schnell die Lücke schließen, die durch den überraschenden Abgang des Kunden Toyota entstanden ist. Der japanische Autobauer hatte sich ebenfalls Ende vorigen Jahres entschlossen, seinen Etat beim Saatchi-Network abzuziehen und künftig mit einer maßgeschneiderten Einheit unter dem Dach der WPP-Gruppe zusammenzuarbeiten. Die Entscheidung fiel auf europäischer Ebene, ohne dass die lokalen Märkte und die jeweiligen Agenturpartner vor Ort in die Entscheidung eingebunden waren. Bei Saatchi & Saatchi hatte Europachef Robert Senior die Verantwortung für das Mandat. Er trat vor kurzem zurück. Bei Publicis Communications und Renault begründet man den aktuellen Wechsel offiziell mit der Standortfrage. "Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Publicis Communications haben wir eine Lösung gefunden, die unserem Bedarf nach engerer örtlicher Verzahnung zwischen Marketingteam und Agentur gerecht wird", sagt Frank Niewöhner, Marketing-Vorstand bei Renault Deutschland. Horst Wagner, Chairman von Publicis Communications im hiesigen Markt, klingt ähnlich: "Mit Saatchi & Saatchi konnten wir dem Wunsch Renaults nach größerer örtlicher Nähe gerecht werden und zugleich ein starkes Automobilteam präsentieren."

Insider wollen allerdings wissen, dass der Agenturwechsel nicht ausschließlich mit der Standortfrage zusammenhängt. Renault Deutschland soll zuletzt nicht immer zufrieden mit der Betreuung durch den bisherigen Etathalter gewesen sein. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Agenturpartner beginnt im April. mam
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