Publicis-Chef Lévy "In Frankreich spricht man Französisch"

Freitag, 14. Februar 2014
Publicis-Chef Maurice Lévy (Foto: Agentur)
Publicis-Chef Maurice Lévy (Foto: Agentur)

Während die Vorbereitungen der Publicis-Holding für die Fusion mit US-Wettbewerber Omnicom auf Hochtouren laufen, betont Konzernchef Maurice Lévy die französische Identität seiner Gruppe. Anders als sonst präsentierte er die Bilanzzahlen von Publicis vor Analysten und Journalisten in Paris nicht auf Englisch. "In Frankreich spricht man Französisch", begründet er diesen Schritt. Warum Lévy erst jetzt zu dieser Einsicht gekommen ist, verriet er nicht. Fest steht: Für Publicis war 2013 ein Rekordjahr. Der Umsatz stieg um 2,6 Prozent (organisches Wachstum) auf 6,95 Milliarden Euro. Der Nettogewinn - ohne Merger-Kosten - stieg um 11,5 Prozent auf 818 Millionen Euro. Die Marge auf den operativen Gewinn liegt bei 16,5 Prozent und damit deutlich über der des künftigen Partners Omnicom. Dieser erzielt zwar einen höheren Umsatz (siehe hier), kommt aber nur auf eine operative Marge von 12,5 Prozent. Darauf weist auch CEO Lévy hin, indem er sagt, Omnicom sei stärker wachstumsorientiert, während Publicis in Bezug auf die Marge traditionell besser abschneide.

Uneingeschränkt erfreulich ist allerdings auch die Bilanz von Publicis nicht. Speziell in Europa kämpft die Gruppe weiter mit Schwierigkeiten. So ging der Umsatz in dieser Region im Jahr 2013 um 1,6 Prozent auf 2 Milliarden Euro zurück - auch wenn der deutsche Markt um 3,6 Prozent zulegen konnte. In Nordamerika kletterte der Umsatz um 4,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Bei den Disziplinen macht das Digitalgeschäft den größten Sprung. In diesem Bereich erhöht sich der Umsatz um fast 14 Prozent und macht nunmehr über 38 Prozent des gesamten Konzernumsatzes aus.

Wie schon zuvor Omnicom-Chef John Wren räumt auch Lévy ein, dass sich der Merger der beiden Gruppen wohl bis ins 3. Quartal verrzögern wird. Grund dafür sei die länger als geplant andauernde Überprüfung durch die chinesischen Kartellbehörden. In allen anderen wichtigen Märkten haben die Wettbewerbshüter dem Deal bereits zugestimmt. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Fusion Ende 2013, spätestens im 1. Quartal 2014 über die Bühne geht. mam
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