Publicis CEO Maurice Lévy will Ende 2015 aufhören

Montag, 23. Juni 2014
Maurice Lévy tritt Ende 2015 als Publicis-CEO ab (Foto: Getty Images)
Maurice Lévy tritt Ende 2015 als Publicis-CEO ab (Foto: Getty Images)


Schon länger wird spekuliert, wann Maurice Lévy den Chefposten bei der französischen Werbeholding Publicis abgibt. Vor allem nach dem Desaster mit dem gescheiterten Merger von Publicis und Omnicom kam das Thema wieder auf die Agenda. Jetzt hat sich der 72-Jährige in einem Gespräch mit dem "Wall Street Journal" selbst dazu geäußert - und erklärt, dass er nicht vor hat, seinen Ende 2015 auslaufenden CEO-Vertrag zu verlängern.
"Ich glaube nicht, dass es die richtige Lösung wäre, mein Mandat als CEO zu erneuern", sagt Lévy in dem Interview. Gleichzeitig deutet er an, dass er bereit wäre, in einer anderen Rolle im Unternehmen zu bleiben, um einen "sanften Übergang" zu ermöglichen. Urspünglich war angedacht, schon 2010 einen Nachfolger für Lévy zu installieren. Da man damals keine überzeugende Lösung finden könnte, verlängerten die Aufsichtsgremien den Vertrag mit dem amtierenden Chef um weitere fünf Jahre.

Der geplante Merger mit Omnicom hätte auch die Nachfolge geregelt: Vorgesehen war, dass Lévy und Omnicom-Chef John Wren den fusionierten Konzern für eine Übergangszeit gemeinsam führen, bevor Wren das Zepter allein übernimmt und Lévy als Non Executive Chairman weitermacht. Doch nachdem der Deal gescheitert ist, muss nun eine neue Lösung her.

Wer Lévy an der Spitze der Publicis-Holding beerbt, ist noch unklar. Als Kandidaten gelten aktuell Finanzchef Jean-Michel Etienne, Operativchef Jean-Yves Naouri und der Chef des Agenturnetzwerks Publicis Worldwide Arthur Sadoun. Zu dem Konzern gehören darüber hinaus Agenturen wie Leo Burnett, Saatchi & Saatchi, Zenith Optimedia, Starcom und Razorfish. mam
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