Pro bono PHD, Weleda und Ströer machen sich für Hebammen stark

Mittwoch, 07. Mai 2014
Bundesweit wird auf mehr als 6000 Plakaten für die Zukunft der Hebammen geworben
Bundesweit wird auf mehr als 6000 Plakaten für die Zukunft der Hebammen geworben

Die Frankfurter Mediaagentur PHD unterstützt gemeinsam mit ihrem Kunden Weleda und dem Außenwerber Ströer Media eine bundesweite Plakatkampagne zur Rettung der freiberuflichen Hebammen. Auf mehr als 6000 großflächigen Plakaten sind bundesweit Porträts von Hebammen zu sehen, die der Lüneburger Fotograf Björn Schönfeld ins rechte Licht gerückt hat. Das Motto der Pro Bono-Kampagne lautet: "Das erste Gesicht auf Erden", womit die zunächst private Initiative des Fotografen Schönfeld zu einer nationalen Initiative wird. Die Umsetzung wurde von der PHD-Schwester OMG Outdoor unterstützt, die wie die Mediaagenturen PHD und OMD zur Omnicom Media Group Germany gehört. "Wir hoffen, dass wir mit Hilfe der Plakate viele Menschen für die aktuelle Situation der Hebammen in Deutschland sensibilisieren können", sagt Marc Sausen, Leiter der Unternehmenskommunikation des Kölner Außenwerbers.

Der Anlass dieses sozialen Engagements ist überaus ernst, denn vielen freiberuflichen Hebammen droht das berufliche Aus, da ihre Haftpflichtversicherung massiv erhöht werden soll. Mussten die 3500 freiberuflichen Geburtshelferinnen 2004 noch 1352 Euro Jahresbeitrag zahlen, liegt er aktuell bereits bei 4262 Euro. Auf Druck der Regierung wurde zwar eine vorläufige Einigung mit den Versicherungen getroffen, die Prämien nicht weiter zu erhöhen, aber die gilt nur bis Mitte 2016. Danach könnte die Haftpflichtversicherung auf mehr als 6000 Euro pro Jahr steigen.

Eine Summe, die sich viele Hebammen dann nicht mehr werden leisten können. PHD-Chef Dirk Fromm, der mit seinen Frankfurter Mitarbeitern regelmäßig soziale Projekte initiiert, ist froh, dass er mit seinen Partnern dem Anliegen der Hebammen bundesweit ein Gesicht geben kann: "Wir können Öffentlichkeit schaffen, nicht nur für Werbung, sondern für Themen, die die Gesellschaft bewegen und die diskutiert werden müssen", sagt er. Neben den Plakaten soll dafür auch eine Facebook-Kampagne mit einer Projektseite sorgen, die ebenfalls von PHD betreut wird. ejej
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