Plan.Net-Chefs über Offensive der IT-Beratungen "Das sind keine Agenturen"

Freitag, 03. März 2017
Klaus Schwab, Manfred Klaus und Markus Maczey (v.l.) führen die Plan.Net-Gruppe
Klaus Schwab, Manfred Klaus und Markus Maczey (v.l.) führen die Plan.Net-Gruppe
© Serviceplan

Seit Herbst vergangenen Jahres wird die Plan.Net-Gruppe von einem Trio geführt. Neben dem langjährigen Sprecher Manfred Klaus und Kreativchef Markus Maczey gehört auch der Stratege Klaus Schwab dem Gremium an. Im Interview mit HORIZONT ziehen die drei eine erste Zwischenbilanz und erklären, warum sie keine große Angst vor Angreifern wie Accenture, SAP und Blackwood Seven haben.

Die Plan.Net-Chefs über ...

... die Frage, wann sie Platz 1 im Ranking an eine IT-Beratung verlieren: Gar nicht, weil sie als Ganzes keine Agenturen sind. Daran ändern auch Zukäufe nichts – zumal diese ja noch vernünftig integriert werden müssen. Entscheidend sind marktrelevante Leistungsangebote, die Kunden erfolgreicher machen. Damit haben wir unseren Honorarumsatz erneut um rund 6 Millionen auf fast 100 Millionen Euro gesteigert. Und kreativ sind wir mit deutlichem Vorsprung weiterhin die Nummer 1.
... die Offensive von Accenture und Co: Am Ende kommt es darauf an, das Leistungsspektrum und die Kompetenzen so zu vernetzen, dass ein sinnvolles Produkt für die Kunden daraus wird. Und da glauben wir weiter, dass kein Wettbewerber so gut aufgestellt ist wie wir. Andere haben zwar gute Einzelkompetenzen, aber oft über mehrere Standorte verteilt und mit unterschiedlichen Kulturen. Es reicht nicht, einfach nur Silos nebeneinanderzustellen.

... den Vorstoß von SAP und Blackwood Seven im digitalen Mediageschäft: Wir glauben, dass deren wahrgenommene und tatsächliche Relevanz ein ganzes Stück auseinanderliegen. Aber klar: Auch für uns ist das Thema Marketing Automation enorm wichtig. Allerdings kommt es auf mehr an, als Software-Tools zur Verfügung zu stellen. Auch das Versprechen, allein durch den Anschluss an SAP-Buchhaltungssysteme das digitale Marketing radikal zu vereinfachen oder gar zu revolutionieren, halten wir ehrlich gesagt für zu kurz gedacht.

... die Frage, was Anbieter wie Plan.Net bei Programmatic Advertising besser können: Beratung, Steuerung und Umsetzung. Letztlich sind das Softwareanbieter, die eine Technologie verkaufen. Was oft übersehen wird: Diese Lösungen funktionieren nicht von allein. Man braucht Berater, die Zielgruppen und Umfelder verstehen und wissen, wie man solche Systeme aufsetzen und steuern muss. Der Glaube, dass Automatisierung zwangsläufig dazu führt, dass alles von alleine funktioniert und man keine qualifizierten Mitarbeiter mehr braucht, ist naiv.

... die Wachstumsperspektiven für das laufende Geschäftsjahr: Angesichts des erreichten Volumens ist klar, dass der Markt in einigen Feldern nicht mehr so rasant wächst wie in der Vergangenheit. Die meisten Prognosen gehen von einem einstelligen Plus aus. Wir werden unseren Wachstumskurs auch dieses Jahr fortsetzen. Für eine konkrete Zahl ist es noch zu früh. mam

Das vollständige Interview lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 9/2017 vom 2. März

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