Pitchblog Warum der DMV schlechtes Marketing in eigener Sache betreibt

Freitag, 19. Februar 2016
Der Pitchblog ist eine Initiative der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA)
Der Pitchblog ist eine Initiative der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA)
Foto: Pitchblog
Themenseiten zu diesem Artikel:

Pitchblog Ausschreibungsverfahren Ben Irle


Ausgerechnet der Deutsche Marketing Verband (DMV) macht mit einem Ausschreibungsverfahren negativ auf sich aufmerksam. Der von der GPRA ins Leben gerufene Pitchblog tadelt den Berufsverband, weil er kreative Ideen für lau einsammeln würde und keine Chancengleichheit gewähre.

Die Ausgangslage ist folgende: Der DMV sucht zur Unterstützung der internen und externen Kommunikationsabteilungen eine Kreativagentur. Im Rahmen einer offenen Ausschreibung (Angebotsschluss war der 11. Februar) vergibt der DMV einen zunächst zweijährigen Kooperationsvertrag, der anschließend verlängert werden kann. Die Ziele unter anderem: Steigerung der Bekanntheit des DMV durch eine Kampagne auf Basis des neuen Corporate Designs sowie die Stärkung der emotionalen Markenwahrnehmung. So weit so gut.

"Bei genauerer Betrachtung der Ausschreibungsbedingungen ergeben sich jedoch Fragen", schreibt der Pitchblog-Autor Ben Irle. Für die zwei einzureichenden Arbeitsproben - ein Entwurf einer Imageanzeige und ein sechseitiger Flyer - sei "eine nicht unerhebliche Einarbeitung in die Materie" notwendig. Kritisiert wird deshalb, dass den Teilnehmern kein Pitchhonorar gezahlt wird, mit Ausnahme der Gewinneragentur, die eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 500 Euro bekommt.

Der Pitchblog weist außerdem darauf hin, dass die teilnehmenden Agenturen Angaben zur räumlichen Nähe zwischen Agenturstandorts und Geschäftsstelle des DMV in Düsseldorf machen müssen. Weil die Reisekosten nicht erstattet werden,
 stelle sich durchaus die Frage, ob hier tatsächlich eine reelle Chancengleichheit für teilnehmende Agenturen besteht, deren Standort nicht Düsseldorf ist. "Soll hier etwa der Auftrag in Düsseldorf bleiben?", fragt Irle.

Den kompletten Beitrag lesen Sie im Pitchblog. Die Website wurde auf Initiative der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) ins Leben gerufen und von der Berliner Kanzlei Irle Moser umgesetzt. ron

Meist gelesen
stats