Pitchblog Beschwerde gegen Krankenkasse BIG

Donnerstag, 28. August 2014
Die Krankenkasse BIG erregt die Gemüter in PR-Kreisen (Bild: Screenshot big-direkt.de)
Die Krankenkasse BIG erregt die Gemüter in PR-Kreisen (Bild: Screenshot big-direkt.de)

Die Macher des Pitchblogs greifen die Bundesinnungskrankenkasse Gesundheit (BIG) an. Der Vorwurf: Die gesetztliche Krankenversicherung schließe in ihrer Ausschreibung für einen Auftrag im Bereich regionale Pressearbeit eine große Gruppe von Agenturen aus. Nachdem Gespräche mit dem Aufsichtsrat der BIG ohne Ergebnis geblieben sind, haben die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) und die Kanzlei Irle Moser, die den Pitchblog betreibt, nun eine Fachaufsichtsbeschwerde beim Bundesversicherungsamt eingereicht.
Konkret kritisiert werden die in der Ausschreibung formulierten Eigungskriterien für die Bewerber. So sollen Interessenten nicht nur drei Referenzaufträge aus den Jahren 2012 und 2013 benennen, sondern müssen nachweisen, dass mindestens einer davon für eine gesetzliche Krankenversicherung realisiert wurde. Für diese Bedingung gibt es nach Auffassung der Pitchblog-Macher allerdings keine sachliche Begründung. Vielmehr diskriminiere sie mögliche Teilnehmer.

So sei nicht nachvollziehbar, warum sich beispielsweise nicht auch Agenturen um das Mandat bewerben können, die in der Vergangenheit für eine private Krankenversicherung gearbeitet haben. Der Verdacht: "Wahrscheinlich - vielleicht sogar gewollt - wird die Beauftragung einer Agentur, die bereits zuvor für die BIG tätig war", so die Initiatoren der Online-Plattform. Der Kunde nehme sich durch die Kriterien nicht nur die Chance, neue und unverbrauchte Konzepte in Betracht zu ziehen, sondern er führe auch das Prinzip der "öffentlichen" Ausschreibung ad absurdum. mam
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