Pilotprojekt Ikea und Demodern bringen Virtual Reality in den Handel

Donnerstag, 29. September 2016
Ikea-Kunden dürfen sich mit VR-Brillen austoben
Ikea-Kunden dürfen sich mit VR-Brillen austoben
Foto: Ikea

Ikea wird zum Hightech-Tempel: Die Besucher des Möbelhauses in Berlin-Lichtenberg können dort ab sofort die Möglichkeiten von Virtual Reality erleben. Vor einigen Tagen wurden drei Stationen mit fest installierten Oculus Rift CV1-Brillen in der Niederlassung aufgebaut, die eine interaktive Shopping-Erfahrung bieten.

Es handelt sich hierbei um ein Pilotprojekt, das die in Köln und Hamburg ansässige Digitalagentur Demodern zusammen mit dem schwedischen Möbelhaus entwickelt hat. In einem virtuellen Wohnzimmer können die User von der Wandfarbe über die Lichtstimmung bis hin zum Billy-Regal und dem Sofa-Bezug viele Komponenten unterschiedlich konfigurieren. Ein eigens entwickelter 3D-Sound soll das immersive Erlebnis vervollständigen. Bei der Umsetzung hat Demodern mit dem Hamburger 3D-Studio 747 und den ebenfalls in der Hansestadt ansässigen Sound-Profis von German Wahnsinn zusammengearbeitet.

Die dauerhafte "Virtual Home Experience" soll ab sofort intensiv getestet, ausgewertet und sukzessive erweitert werden. Das heißt: Wenn alles gut läuft, wird Lichtenberg nicht die einzige Ikea-Niederlassung bleiben, in dem die Besucher ein Wohnzimmer interaktiv gestalten können. Es soll auch nicht bei diesem einzigen Raum bleiben. Demodern-Kreativchef Alexander El-Meligi erklärt: "Wir gehen das sehr praktisch an und lassen uns alle Möglichkeiten offen, die Anwendung in unterschiedliche Richtungen zu erweitern." Weil viele Ikea-Kunden zum ersten Mal mit Virtual Reality in Berührung kommen, habe sich die Agentur auf eine "einfache, intuitive Nutzung fokussiert", berichtet El-Meligi. "Für uns war es wichtig, eine Anwendung zu entwickeln, die Spaß macht und viele Interaktionsmöglichkeiten bietet." Bis jetzt sei die Resonanz sehr positiv - allerdings gibt es noch keine validen Erkenntnisse, weil die Installation erst seit Ende voriger Woche in dem Berliner Möbelhaus erlebbar ist.Grundsätzlich gäbe es bisher nur sehr wenige fest installierte Showroom-Applikationen. El-Meligi ist aber überzeugt, dass sich das ändern wird. "VR ist definitiv mehr als ein temporärer Trend. Ikea glaubt auch daran und ist diesbezüglich in einer absoluten Vorreiterrolle". Die Installation ist Lichtenberg ist das erste große VR-Projekt, das Demodern für Ikea umsetzt. Zuvor war die Digitalagentur unter anderem an der Entwicklung des Unternehmensblogs von Ikea Deutschland beteiligt. bu

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