Parodie So witzig nimmt DDB Düsseldorf die Boyband-Hysterie aufs Korn

Dienstag, 12. Juli 2016
Solche Szenen drehten Take That, Backstreet Boys und Co. zuhauf
Solche Szenen drehten Take That, Backstreet Boys und Co. zuhauf
Foto: Screenshot Youtube / Boygroup Boys

Ach, was haben wir damals in den 90ern geschmachtet! Die Jungs von Take That, Backstreet Boys, 'N Sync haben uns Mädchen reihenweise in Ohnmacht fallen lassen. Millionen unbeantworteter Liebesbriefe wurden geschrieben, die gleiche Anzahl von Herzen gebrochen. Gemeinsam mit Markenfilm hat DDB Düsseldorf nun ein Video mit einer Fake-Boyband gedreht, das sämtliche Klischees aufdeckt.
In der dreieinhalb minütigen Parodie zeigt das DDB-Team um Kreativdirektor Dennis May wirklich alle Stereotypen, die die Boygroups gemeinsam haben: Da sind die von Marketing-Abteilungen zusammengecasteten fünf jungen Männer, die ab sofort beste Freunde spielen müssen. Da ist der romantische Softie, der verrückte Draufgänger, der Mädchenschwarm, der Coole und der eher Unscheinbare, der aber die beste Stimme hat. Der Rest darf meist nur im Hintergrund singen - und muss umso besser tanzen können. Musikalisches Talent ist eher Nebensache, das Aussehen steht an erster Stelle. Singen müssen sie über Liebe und Romantik - mit austauschbaren Worthülsen. "Wir haben keine Botschaft, aber schreien sie laut heraus", beichten die Jungs der Fake-Band. Und dann müssen sie natürlich auch noch reichlich nackte Haut zeigen, vornehmlich beim Basketballspielen. Auch der aus typischen Synchron-Bewegungen bestehende Tanz im Regen darf in dem Video nicht fehlen (logisch, damit die Muskeln unter den nassen Klamotten sichtbar werden!). Nicht zu vergessen der oft eingesetzte Rap-Part, den DDB einen mit dicken Goldketten behängten Dunkelhäutigen übernehmen lässt.

Produziert wurde das amüsante Kreativprojekt von Markenfilm Crossing in Hamburg, Regie führte Djawid Hakimyar, um die Musik kümmerte sich Mokoh Music in Berlin. Auf Agenturseite verantworten neben May Senior Copywriter Michael Schilling und die beiden Artdirektoren Markus Rittenbruch und Maya Brenner den Auftritt. jeb
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