Palastrevolte Hat das Plan.Net-Management Michael Frank gestürzt?

Freitag, 26. Juli 2013
Michael Frank hat offenbar den Rückhalt bei seinen Kollegen verloren (Foto: Friedemann Vogel)
Michael Frank hat offenbar den Rückhalt bei seinen Kollegen verloren (Foto: Friedemann Vogel)
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Angesichts der Tragweite des Deals von Axel Springer mit der Funke-Mediengruppe drohen alle anderen Nachrichten aus der Kommunikationsbranche in den Hintergrund zu geraten. Das gilt auch für die gestern via "Kontakter" bekannt gewordene Meldung, dass der langjährige Chef der Digitalagenturgruppe Plan.Net aus der Serviceplan-Holding seinen Posten geräumt hat. Gründe für den Schritt wurden nicht genannt. Die Nachricht von der Demission Franks kommt überraschend. Die Plan.Net-Gruppe ist seit Jahren auf Wachstumskurs und trägt als zweitstärkste Säule mit 66 Millionen Euro rund 30 Prozent zum Gesamtumsatz von Deutschlands größter inhabergeführter Agenturgruppe bei. An dieser Entwicklung hat zweifellos auch Frank, seit 2005 Sprecher der Geschäftsführung von Plan.Net, seinen Anteil. Daraus hat der 46-Jährige weder intern noch extern ein Geheimnis gemacht. Der Agenturmanager tritt selbstbewusst auf und nimmt die Sprecherrolle gern wahr. Dass er dabei hier und da vielleicht zu wenig an die Kollegen gedacht hat, scheint ihm jetzt zum Verhängnis geworden zu sein.

Nach Informationen von HORIZONT.NET soll es innerhalb des Plan.Net-Managements zuletzt massiven Widerstand gegen Frank gegeben haben. Tenor: Der Sprecher stelle die eigene Person zu sehr in den Vordergrund und vernachlässige das Mannschaftsspiel. Offenbar war der Gegenwind so stark, dass man nicht weiter in der bisherigen Konstellation zusammenarbeiten konnte oder wollte.

Wie es jetzt weitergeht, ist unklar. Von einem Ausscheiden bis hin zur Übernahme einer anderen Position scheint alles möglich. Von den Beteiligten sind keine Informationen zu bekommen. Ein Serviceplan-Sprecher sagt, man könne sich nicht zum Thema äußern. Frank selbst hat bislang auf mehrere Versuche, ihn zu erreichen, nicht reagiert. mam      
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