PR-Agenturen Ketchum fusioniert alle deutschen Agenturen - CEO Popp steigt aus, Wagner übernimmt

Dienstag, 05. Juli 2016
Dirk Popp steigt bei Ketchum aus
Dirk Popp steigt bei Ketchum aus
Foto: Ketchum Pleon
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Die Agenturmarke Ketchum Pleon verschwindet vom deutschen Markt. Stattdessen tritt die Omnicom-Tochter hierzulande nur noch unter dem Label Ketchum auf. Gleichzeitig führt sie alle ihre Marken - neben Ketchum Pleon die Agenturen Brandzeichen und Emanate - unter dem Dach von Ketchum Deutschland zusammen. Der bisherige CEO Dirk Popp spielt in dem neuen Modell keine Rolle und geht von Bord. Neue CEO wird Victoria Wagner, aktuell CEO von Brandzeichen.

Ketchum und Pleon hatten sich 2010 zusammengetan. Damals war von einem Zusammenschluss unter Gleichen die Rede. Allerdings zeichnete sich relativ bald ab, dass das US-Network eigentlich eine Übernahme angestrebt hatte und die Marke Pleon früher oder später verschwinden sollte. Jetzt kommt es zu diesem Schritt. CEO Wagner führt die Agentur künftig mit COO Simone Hoch, aktuell Managing Partner von Ketchum Pleon in München. Finanzchef bleibt Horst Wettlaufer. Die drei bilden künftig das Executive Board von Ketchum Deutschland.

Der bisherige CEO Popp ist noch bis Ende des Jahres vertraglich an die Agentur gebunden, wird sich aber relativ rasch zurückziehen. Er kam 1996 in die Agentur und führte zunächst die Pleon-Büros (früher: Kohtes Klewes) in Dresden und Düsseldorf. Seit 2011 stand er als CEO an der Spitze von Ketchum Pleon. Popp gilt als Experte für Krisenkommunikation.

Die neue Chefin Wagner hat die Agentur Brandzeichen 2004 gegründet und seither geführt. Davor leitete sie die Markenkommunikation bei Henkel. Mitte 2013 verkaufte sie ihre Agentur an Ketchum. Für Unruhe hatte zuletzt gesorgt, dass nicht Popp, sondern Wagner ins internationale Board von ketchum berufen wurde. mam  

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