Orange is the New Black "Verpiss dich ist das neue Hallo" - Kolle Rebbe legt sich wieder für Netflix ins Zeug

Freitag, 19. Juni 2015
Out-of-Home-Motiv für "Orange is the new Black"
Out-of-Home-Motiv für "Orange is the new Black"
Foto: Kolle Rebbe

Vor gut einer Woche startete bei Netflix die dritte Staffel von "Orange is the new Black". Die Eigenproduktion des Streamingportals wird weltweit mit Lob überschüttet - allein auf Mundpropaganda will sich Netflix dennoch nicht verlassen. In Deutschland wird die Knastserie deshalb zurzeit mit einer umfangreichen Kampagne von der Netflix-Agentur Kolle Rebbe beworben.
Bespielt werden die Kanäle Digital, TV und Out-of-Home (Mediaagentur: MEC). Dabei bleiben sich Kunde und Agentur treu: Wie schon bei der Kampagne für das "Breaking Bad"-Spinoff "Better Call Saul" gibt es keinen übergeordneten Claim bzw. kein Kampagnenmotto. Stattdessen hat Kolle Rebbe den Sound der Serie in entsprechende Werbemotive übersetzt. So werden die Insassen des Frauengefängnisses von Litchfield mit eigenen Headlines vorgestellt. Das sexy Biest Alex Vause etwa weiß: "Treue ist wichtig. Für Hässliche", während Protagonistin Piper Chapman Knast eigentlich ganz ok findet: "Das Problem sind wir".
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Zusätzlich schaltet Netflix einen TV-Spot auf Sendern wie Pro Sieben, RTL, Sat 1 und Vox. Der 30-Sekünder zeigt Szenen aus den bisherigen Staffeln von "Orange is the new Black" und unterlegt das Ganze mit dem Hip-Hop-Song "Apache (Jump on it)" von der Sugar Hill Gang. Laut Xad.de hat Netflix seit dem Launch der Kampagne etwas mehr als 400.000 Euro brutto für die Schaltung des Spots aufgewendet.


Im Online-Bereich setzt Netflix neben einem nicht überspringbaren Pre-Roll (siehe unten) auf Kooperationen mit Online-Modehändlern und Fashion-Bloggern, um die junge weibliche Zielgruppe zu erreichen.


"Orange is the new Black" startete in den USA im Juli 2013. Etwas mehr als ein Jahr später kam die Serie auch nach Deutschland. Das von Netflix selbst produzierte Format wurde von der Presse hochgelobt und gewann zweimal hintereinander einen "People's Choice Award". Wie häufig die Serie tatsächlich im Stream angesehen wird, ist allerdings nicht bekannt: Netflix veröffentlicht traditionell keine Abrufzahlen. ire
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