Omnicom Werbenetzwerk will 30 Prozent Chefinnen bis 2020

Donnerstag, 09. März 2017
Katharina Höhne, Corporate Officer und SVP bei Shiseido, Marianne Heiß, CFO BBDO Group Germany, Victoria Wagner, CEO Ketchum Germany, Antje Neubauer, Marketingleiterin Deutsche Bahn, Andrew Robertson, CEO BBDO Worldwide, und Barri Rafferty, President Ketchum (v.l.n.r.)
Katharina Höhne, Corporate Officer und SVP bei Shiseido, Marianne Heiß, CFO BBDO Group Germany, Victoria Wagner, CEO Ketchum Germany, Antje Neubauer, Marketingleiterin Deutsche Bahn, Andrew Robertson, CEO BBDO Worldwide, und Barri Rafferty, President Ketchum (v.l.n.r.)
Foto: BBDO

Beim ersten deutschen Omniwomen Summit hat das Werbenetzwerk Omnicom angekündigt, bis 2020 den Anteil von Frauen in Führungspositionen von aktuell 13 auf 30 Prozent zu steigern.
Agenturen seien total chauvinistisch, hat ein deutscher Top-Werber vor Jahren im Interview mit HORIZONT gesagt – bei vielen Dienstleistern haben sich das bislang nicht geändert, genau wie der damit verbundene Fakt, dass es zwar sehr viele weibliche Mitarbeiter auf den unteren Hierarchien aber nicht in Führungspositionen gibt. Aber: Es tut sich was. Zum Beispiel beim ersten Omniwomen Summit in Deutschland, bei dem das internationale Werbenetzwerk  Omnicom rund 150 weibliche Führungskräfte aus seinen Agenturen wie BBDO, Ketchum Pleon, DDB und TBWA sowie Kunden im Humboldt Carré versammelt hat, um das Thema Frauenförderung und Führungskultur zu diskutieren. Omnicom hat die Networking-Veranstaltung nach New York, London und Paris zum vierten Mal durchgeführt, verknüpft mit dem Ziel, den bisherigen Anteil von 13 Prozent weiblichen Führungskräften bis 2020 auf 30 Prozent zu steigern. Sie sind damit bislang stark unterrepräsentiert, denn sie stellen imehr als die Hälfte der Mitarbeiter (59 Prozent).

Ziel des Omniwomen Summits ist es, weiblichen Führungskräften die Möglichkeit zum Austausch zu bieten, sie sollen sich bei dem Treffen außerdem von Gastrednern wie Deutsche-Bahn-Marketingleiterin Antje Neubauer und Elin Haf Davis, Gründerin und CEO von Aparito,  inspirieren lassen, Mentoren treffen und Coachings vereinbaren.

"Diversity im Management ist erfolgskritisch und ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie", sagt Marianne Heiß, Finanzchefin der BBDO Group Germany, die ein Event mit Victoria Wagner, CEO bei Ketchum Germany, moderiert hat. Weitere Initiativen zum Austausch, Mentoring und Coachingprogramme sollen auf dem Summit aufsetzen.

Im Omnicom-Netzwerk gibt es Agenturen, die bereits einen Schritt weiter sind: So appelliert  Andrew Robertson, CEO von BBDO Worldwide, sich dem Zusammenhang zwischen Recruiting und "Unconsious Bias" zu widmen, also unbewussten Vorannahmen, die bei der Personalauswahl dazu führen, dass immer wieder gleiche  Typen ausgewählt werden. Robertson lässt in seinen Agenturen Trainings zu dem Thema durchführen, um sein Ziel zu erreichen, innerhalb von zwei Jahren bei den 30 Prozent weiblichen Führungskräften vor allem in kreativen Berufen anzukommen. "Und das sind noch 20 Prozent zu wenig", sagt er. ems 
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