Omnicom Gruppe Simon Thun wird CEO von Interbrand

Donnerstag, 02. März 2017
Simin Thun wechselt von Saatchi & Saatchi zu Interbrand
Simin Thun wechselt von Saatchi & Saatchi zu Interbrand
Foto: Interbrand

Anfang voriger Woche wurde bekannt, dass der bisherige Strategiechef von Saatchi & Saatchi die Agentur verlässt, um eine neue Aufgabe zu übernehmen. Jetzt ist klar wohin es ihn zieht: Der Manager wird CEO der Markenberatung Interbrand für Zentral- und Osteuropa. Seinen neuen Job tritt er am 1. April an. Er berichtet an Gonzalo Brujó, CEO der Omnicom-Tochter in den Regionen EMEA und Lateinamerika.

Der CEO-Posten bei Interbrand für die Region Central & Eastern Europe (CEE) war nach dem Ausscheiden von Justus Schneider im März 2015 unbesetzt. Er hatte die Position nur ein knappes Jahr inne. Die Geschäfte der deutschen Niederlassung in Köln führte zuletzt Nina Oswald. Sie bleibt auch in der neuen Konstellation mit CEO Thun weiter an Bord. "Die Beratungs- und Agenturlandschaft verändert sich rapide. Simon ist die perfekte Besetzung, um diesen Wandel für Interbrand CEE voranzutreiben", sagt Jez Frampton, weltweiter Chef der Agenturgruppe.

Thun arbeitete seit 2014 als Chief Strategy & Growth Officer bei Saatchi & Saatchi Deutschland. Davor war er Geschäftsführer des deutschen Büros von Prophet Brand Strategy. Sie hatte die Firma Noshokaty, Döring & Thun übernommen, die der Berater mitgegründet hatte. Weitere Station von Thun war BBDO Consulting. "Es ist eine gleichermaßen spannende wie herausfordernde Zeit, diese Aufgabe zu übernehmen", sagt er über seinen neuen Job. Sein Einstieg bei der Markenberatung ist als eine Art Rückkehr zu seinen beruflichen Wurzeln zu bewerten.

Interbrand hat schwierige Zeiten hinter sich. Die Agentur meldet aufgrund der Vorgaben der Muttergesellschaft Omnicom zwar keine aktuellen Geschäftszahlen. Aus dem Jahresabschluss 2014 (aktuellere Daten liegen nicht vor) geht allerdings hervor, dass die deutsche Niederlassung damals mehr als 25 Prozent ihres Umsatzes eingebüßt hat. Hauptgrund dürfte der Verlust des Kunden Deutsche Telekom gewesen sein. Zudem wurde seinerzeit das Büro in Hamburg, das auf Verpackungsdesign und Namensentwicklung spezialisiert war, geschlossen. Für 2014 meldete die Agentur einen Umsatz von 8,5 Millionen Euro und 60 festangestellte Mitarbeiter. mam    

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