Omnicom Geplatzter Deal mit Publicis bringt Steuervorteil in Millionenhöhe

Mittwoch, 11. Februar 2015
Omnicom-Chef John Wren
Omnicom-Chef John Wren
Foto: Omnicom
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Omnicom Publicis Groupe S.A.


Die US-Werbeholding Omnicom hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 um 5 Prozent auf 15,3 Milliarden US-Dollar (13,5 Milliarden Euro) gesteigert. Gleichzeitig erhöhte sich der Nettogewinn um 11 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Die Marge kletterte von 12,5 auf 12,7 Prozent.
Bemerkenswert: Der von CEO John Wren geführte Konzern profitierte 2014 finanziell von dem gescheiterten Merger mit Publicis. Durch Steuervorteile im Zusammenhang mit dem geplatzten Deal flossen 2,5 Millionen Dollar in die Kassen von Omnicom. Gleichwohl kommt das Unternehmen die Absage teuer zu stehen: 2013 hatte man mehr als 40 Millionen Dollar für den geplanten Zusammenschluss aufwenden müssen. Auf regionaler Ebene hat sich das Geschäft im vergangenen Jahr in Nordamerika, Großbritannien und der Region Africa/Middle East überdurchschnittlich gut entwickelt. Selbst in der Euro-Zone, in der nach wie vor viele Märkte schwächeln, verbucht Omnicom ein Umsatzplus von einem Prozent. Einziger Schönheitsfehler: Im 4. Quartal ging das Geschäft außerhalb des Heimatmarktes USA um 2,2 Prozent zurück. Zu Omnicom gehören die Werbeagenturnetzwerke BBDO, DDB und TBWA sowie die Mediaagenturen OMD und PHD.
Sabine Knöpfel-Ruth
Bild: Omnicom

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Anders als beim Wettbewerber Publicis haben sich die Geschäfte bei der US-Holding nach der Merger-Pleite weiterhin gut entwickelt. Publicis blieb dagegen hinter den Erwartungen zurück. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen hatte Konzernchef Maurice Lévy erklärt, dass man die eigenen Ansprüche nicht erfüllt habe. Die endgültigen Zahlen für das Gesamtjahr 2014 präsentiert die französische Holding am Donnerstag dieser Woche. mam
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