Omnicom CEO John Wren erneuert Bekenntnis zu Agenturmarken

Mittwoch, 16. Oktober 2013
Omnicom-Chef John Wren
Omnicom-Chef John Wren

Auch nach dem geplanten Merger der beiden Werbekonzerne Omnicom und Publicis sollen die bestehenden Agenturmarken erhalten bleiben. Das hat Omnicom-Chef John Wren bei der Vorlage der Quartalsbilanz seiner Gruppe noch einmal bekräftigt. "Es gibt keine Pläne, einzelne Agenturmarken zu fusionieren", sagte der Holding-Manager bei einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Dieses Bekenntnis hatten Wren und Publicis-Chef Maurice Lévy bereits bei der Ankündigung des Mergers Ende Juli abgegeben. Viele Beobachter waren aber davon ausgegangen, dass es dennoch zu Zusammenlegungen und Portfoliobereinigungen kommen wird. Diesen Spekulationen tritt Wren jetzt noch einmal entgegen. Es sei wichtig, dass eine Agentur ihre eigene Identität und Kultur habe, so der Konzernchef. Dieses Statement kann man auch als Kritik am Ansatz von Wettbewerber WPP verstehen, der verstärkt dazu übergeht, agenturübergreifende Teams zusammenzustellen. Vor den Risiken, die dieses Vorgehen für die einzelnen Agenturmarken mit sich bringt, hatte unter anderem der deutsche Ogilvy-Chef Thomas Strerath gewarnt.

Zu Omnicom gehören die Werbenetworks BBDO, DDB und TBWA sowie die Mediaagenturen OMD und PHD. In den ersten neun Monaten erzielte die Gruppe ein Umsatzplus von 2,4 Prozent auf 10,526 Milliarden US-Dollar. Während das Geschäft in den USA und Großbritannien ausgebaut werden konnte, schrumpfte der Umsatz in der Euro-Zone erneut, diesmal um 2,8 Prozent. Mit einem Abschluss des Mergers von Omnicom und Publicis wird Anfang 2014 gerechnet. mam
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