OMG Preview Banner geraten schwer unter Druck

Freitag, 18. Oktober 2013
Motiv aus der OMG-Imagekampagne (Foto: Marko Morelli)
Motiv aus der OMG-Imagekampagne (Foto: Marko Morelli)

Die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) hat ihren Ausblick für das kommende Jahr veröffentlicht. In dem Verband sind alle wichtigen Mediaagenturen vertreten, bis auf den unumschränkten Marktführer Group M. Teilgenommen an der "OMG Preview" haben alle 17 Mitglieder. Sie repräsentieren rund 60 Prozent des Marktvolumens. Hier eine Auswahl wichtiger Ergebnisse: Das nächste Jahr wird besser. Nur 25 Prozent der befragten Mediaagenturen rechnen für 2014 mit sinkenden Nettowerbeaufwendungen. Der entsprechende Wert für das laufende Jahr liegt bei 63 Prozent. 38 Prozent der Befragten erwarten 2014 steigende Spendings.

Online rules. Ausnahmslos alle Befragten rechnen damit, dass Online 2014 netto weiter zulegt. Auch Fernsehen bleibt auf der Siegerstraße. 69 Prozent der Agenturen sagen, dass TV in diesem Jahr mit einem Umsatzplus durchs Ziel geht, dass das auch 2014 der Fall sein wird, denken 63 Prozent.

Print-Bashing geht weiter. 2013 ist für Print ein ziemlich furchtbares Jahr: Publikumszeitschriften verlieren empfindlich, Zeitungen zum Teil dramatisch. 2014 bringt keine Entwarnung, aber eine leichte Linderung. Bei Tageszeitungen erwarten 88 Prozent der Mediaplaner weitere Rückgänge (2013: 100 Prozent), für Zeitschriften liegt der Wert bei 44 Prozent (2013: 94 Prozent).

Handel steigt auf die Bremse. Ihre Bruttowerbeaufwendungen steigern werden 2014 vor allem Onlinedienstleister (94 Prozent) und die Telekommunikationsbranche (69 Prozent). Ganz am Ende des Rankings steht der Handel nur 6 Prozent der Mediaagenturen rechnen hier mit steigenden Werbespendings.

RTA wird Standard. Laut Mediaagenturen nutzen bereits 37 Prozent der Kunden Real Time Advertising (RTA) als festen Bestandteil ihrer Mediapläne vor einem Jahr lag der Anteil erst bei 16 Prozent.

Banner geraten schwer unter Druck. Fast alle digitalen Werbeformen werden in den nächsten beiden Jahren boomen, vor allem Video Ads und Social Media Advertising das erwarten jeweils 94 Prozent der Mediaagenturen. Das Schlusslicht der Liste bilden Online Display Ads. Dass hier die Umsätze noch wachsen, glaubt absolut niemand, 44 Prozent der Befragten erwarten zumindest gleich bleibende Erlöse.

Google und Facebook nicht zu stoppen. 88 Prozent der Mediaagentur-Manager sind überzeugt, dass Google in den nächsten fünf Jahren im Werbegeschäft weiter an Bedeutung gewinnt, der Wert für Facebook liegt bei auch noch beachtlichen 75 Prozent. Höchst bemerkenswert: Microsoft und Apple erreichen nur noch 13 Prozent Zustimmung. js

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 42/2013 vom 17. Oktober
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