Nook Names Wie ein Freelancer-Netzwerk die "Kreativ-Prostitution" abschaffen will

Dienstag, 25. August 2015
Mit Networking-Events und Crowdfunding will Nook Names die "Kreativprostitution" unter Freelancern abschaffen
Mit Networking-Events und Crowdfunding will Nook Names die "Kreativprostitution" unter Freelancern abschaffen
Foto: Nook Names

Fast fünf Millionen Freelancer gibt es laut einer Bitkom-Studie mittlerweile in Deutschland - viele davon aus der Kreativbranche. Doch rundum glücklich sind einige der selbstständigen Texter, Art Director und übrigen Creatives nicht. Der Grund: Zu oft müssen sie Aufträge annehmen, die sie nicht adäquat fordern und wenig Lohn bringen. Das Freelancer-Netzwerk Nook Names hat sich jetzt zum Ziel gesetzt, der "Kreativprostitution" mit einer Crowdfunding-Aktion ein Ende zu setzen.
Laut dem Network, das es seit seiner Gründung 2013 auf eine Community von 600 Freelancern bringt, machen selbstständige Kreative im Laufe der Jahre vor allem eine Erfahrung: Die Qualität ihrer Arbeit wird nicht adäquat gewürdigt. Das läge vor allem daran, dass Karrierenetzwerke wie LinkedIn und Xing es nur unzureichend schaffen, die Persönlichkeit und das kreative Know-how der Einzelnen sichtbar zu machen, wie Nook Names in einem Blogpost erklärt (siehe auch Video oben). Vor allem Xing-Events seien dabei zu "businesslastig". Und weil viele Auftraggeber mit Skepsis und Ablehnung auf vermeintlich hohe Tagessätze der Freelancer reagieren, bliebe dann eben nur noch die "Kreativprostitution", um überhaupt irgendwie finanziell zu überleben.

Fünf Probleme, mit denen sich kreative Freelancer laut Nook Names abmühen

1. Jobflauten
2. Unsichtbarkeit beruflich und privat
3. Falsche Kontakte bzw. ineffektives Netzwerken
4. Bürokratie für Einzelunternehmer
5. Unangenehme Kaltakquise
Doch das soll sich jetzt ändern. Nachdem Nook Names in den vergangenen Jahren ehrenamtlich bereits 14 Networking-Events in Großstädten wie Berlin, Wien, Hamburg und Köln ausgerichtet hat, geht man nun einen Schritt weiter - und setzt dabei auf Crowdfunding. Mit den Erlösen eines Spendenaufrufs auf Startnext soll auf der Website ein eigener Bereich für Auftragnehmer und -geber aufgebaut werden. Zudem soll es neue Events geben, die Freelancern und Unternehmen neue Möglichkeiten der Akquise zu eröffnen. Das Ziel: Nook Names im deutschsprachigen Raum als eine ganzheitliche Plattform für Selbstständige zu etablieren, auf der der oft leere Begriff des "Netzwerkens" mit Leben gefüllt wird - und Kreative die Wertschätzung finden, die sie so häufig vermissen. tt
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Bild: t3n

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