New York Festivals Deutsche Kreative räumen die meisten Preise ab

Freitag, 18. Mai 2018
Doppelt vergoldet bei den New York Festivals: Der "Ticket-Schuh", den Jung von Matt für die BVG in Kooperation mit Adidas entwickelt hat
Doppelt vergoldet bei den New York Festivals: Der "Ticket-Schuh", den Jung von Matt für die BVG in Kooperation mit Adidas entwickelt hat
© Adidas/BVG

Was für ein Durchmarsch: Die deutschen Kreativagenturen räumen bei den New York Festivals mehr Edelmetall ab als jede andere Nation. In Summe gehen 100 Trophäen nach Deutschland. Dazu kommen drei Sonderpreise, die in Kooperation mit dem United Nations Department of Public Information (UNDPI) verliehen wurden sowie 13 Studentenpreise. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es inklusive der Studentenpreise 86 Auszeichnungen.

Die Jury war dieses Jahr keineswegs großzügiger: Insgesamt wurden mit 387 Preisen fast 100 weniger vergeben als 2017. Vor diesem Hintergrund ist die Ausbeute umso respektabler. Die USA, die üblicherweise die großen internationalen Shows im Nationenranking dominieren, bringen es hier "nur" auf 89 Mal Edelmetall sowie acht Studentenpreise. Einen Wehrmutstropfen gibt es dennoch: Deutschland hat weniger Gold gewonnen als die USA und überhaupt keinen Grand Prize geschweige denn den Best-of-Show-Award abgeräumt. Letzteren sicherte sich - wieder einmal - McCann in New York für "Fearless Girl" (Kunde: State Street Global Advisors).

Erfolgreichste deutsche Agentur ist - man kann es erahnen - Jung von Matt. Auf das Konto der Gruppe gehen 53 Preise, darunter viermal Gold für "BVG x Adidas - The Ticket-Shoe" (Kunde: BVG), "The most German supermarket" (Kunde: Edeka) und "Easter Surprise" (Kunde: Netto). Dazu kommt der UN-Sonderpreis in Gold für "The Gender Pay Gap Experiment" im Auftrag von Terre des Femmes. Die stolze Bilanz beschert Jung von Matt überdies den Titel "Independent Agency of the Year."
Bei den deutschen Gewinnern ist außerdem Grabarz & Partner hervorzuheben. Die Hamburger Agentur holte genau wie Jung von Matt gleich vier Goldmedaillen - drei für "Loving It" im Auftrag von Burger King, eine für den VW-Spot "Kid’s Dream". Dazu kommen fünfmal Silber und zehnmal Bronze für unterschiedliche Arbeiten.
Bei den Studenten konnte einmal mehr Christian Schilling von der Filmakademie Baden-Württemberg überzeugen. Mit seinem Spec-Spot "The Man with a Coin" für Mentos war er bereits bei den Young Ones des One Club for Creativity der beste Teilnehmer. Auch hier räumt er mit dieser Arbeit ordentlich ab: Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze lautet die Bilanz. Ähnlich erfolgreich ist außerdem nur Jungregisseur Bernd Faass, dessen Film "Tears in Heaven" einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze gewonnen hat.
Eine Übersicht aller Gewinner gibt es hier. bu

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