Neupositionierung Strichpunkt erfindet die Marke Sport Scheck neu

Mittwoch, 26. April 2017
Sport Scheck erfindet sich neu
Sport Scheck erfindet sich neu
Foto: Sport Scheck

Weg vom Multi-Anbieter, hin zum profilierten und vernetzten Spezialisten: Deutschlands größter Sportfachhändler setzt verstärkt auf Design. Für die umfassende Neupositionierung hat Sport Scheck die Stuttgarter Branding-Agentur Strichpunkt verpflichtet. Erste Resultate sind nun sichtbar.

Prägnante Bilder von Gipfelstürmern, eindringliche Farben, die zwischen Tiefblau und Brillantorange changieren, sowie zahlreiche Icons, Illustrationen und eine neue Typographie sollen den Auftritt von Sport Scheck neu definieren – über alle Kanäle hinweg. Eine Raute ist das verbindende Element. Produktübergreifende Themenwelten wie „Women's Sports“ oder „Outdoor“ werden nun durch Schriften und Farbtöne kenntlich.

Strichpunkt hat auch das Packaging überarbeitet
Strichpunkt hat auch das Packaging überarbeitet (Bild: Sport Scheck)
Kernstück des Rebranding ist die neue Strategie von Sport Scheck: weg vom Multi-Spezialisten hin zum fokussierten, profilierten und vernetzten Sportfachhändler. Künftig sollen die Markenwerte „taktgebend, engagiert“ und „verbindend“ für den Händler Sport-Scheck stehen, der sich nunmehr als „Treffpunkt für das Erlebnis Sport“ begreift.

Ein Outdoor-Motiv
Ein Outdoor-Motiv (Bild: Sport Scheck)
Das Corporate Design des Sporthauses war erstmals im Jahr 2004 von dem Strichpunkt-Konkurrenten Meta-Design entwickelt worden. Harte Kanten und Balken waren damals von schwungvollen Kurven abgelöst worden, im Logo, das auch jetzt unangetastet bleibt,  ist dies weiterhin deutlich sichtbar. Eine weitere Renovierung der Marke erfolgte 2007; sie sollte Sport Scheck näher an den Mutterkonzern Otto rücken.

Mit seiner aktuellen Designoffensive will Sport Scheck der schwierigen Branchensituation trotzen. Alle großen Sporthäuser melden Verluste. Weder Sport Scheck noch Karstadt Sports oder Globetrotter waren zuletzt profitabel. Sport Scheck selbst hatte Schwierigkeiten, mit seinem Sortiment den Nerv der Kunden zu treffen. „Im Bereich Multichannel hapert es daran, E-Commerce und stationären Handel eng und sinnvoll miteinander zu vernetzen“, analysiert die „Textilwirtschaft“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Die Verkaufserlöse hatten sich in diesem Bereich im vergangenen Geschäftsjahr um 9 Prozent reduziert.

Das neue Branding wird, teilt die Agentur Strichpunkt mit, „in diesem Jahr auf allen Kanälen, darunter im Onlineshop, deutschlandweit in den Filialen und auf unternehmenseigenen Events schrittweise Anwendung finden“. fw

Meist gelesen
stats