Neue Allianz Lowe will für Seat mit GGH kooperieren

Freitag, 27. September 2013
GGH könnte demnächst in der agentureigenen Kneipe auf Seat anstoßen (Foto: GGH)
GGH könnte demnächst in der agentureigenen Kneipe auf Seat anstoßen (Foto: GGH)

Dass das Lowe-Netzwerk als Favorit auf den Werbeetat des spanischen Autobauers Seat gilt, ist seit voriger Woche bekannt. Zwar gibt es immer noch keine offizielle Bestätigung für die Vergabe an die Interpublic-Tochter, es gilt jedoch als so gut wie sicher, dass die Würfel gefallen sind. Offenbar laufen aber noch die Verhandlungen zwischen der Zentrale der Seat-Mutter Volkswagen und der Agentur über die Konditionen. Nicht bekannt war bislang dagegen, wie Lowe im Fall eines Zuschlags den Kunden im wichtigen deutschen Markt betreuen will. Hier ist man nicht mit einer eigenen Niederlassung vertreten. Jetzt zeichnet sich ab, wie die Lösung aussehen könnte: Dem Vernehmen nach will Lowe mit der inhabergefuehrten Agentur Grimm Gallun Holtappels kooperieren. Wie das Modell im Detail aussieht und ob auch an eine Beteiligung gedacht wird, ist unbekannt. Das rund 40-köpfige Team um die drei Namensgeber ist bislang nicht für einen Automobilkunden tätig. Zu den Auftraggebern gehören unter anderem Ikea, Paulaner, "TV-Spielfilm", Deutsche Telekom und Vitra. Eine Bestätigung für die geplante Kooperation gibt es bislang nicht. Bei Lowe in London will man sich nicht zum Thema äußern, bei Grimm Gallun Holtappels war bislang niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Agentur Lowe hat eine bewegte Geschichte in Deutschland. Das vorerst letzte Kapitel endete im Frühjahr 2011 mit der Übernahme der Scholz & Friends-Muttergesellschaft Commarco durch die britische Werbeholding WPP. Damit war auch die Kooperation von Lowe mit Scholz & Friends, die gemeinsam die Agentur Lowe Deutschland betrieben haben, hinfällig. Das Netzwerk mit Zentrale in London setzt seit einiger Zeit auf Kooperationen mit lokalen Kreativagenturen. Im Heimatmarkt von Seat ist beispielsweise die Agentur Lola in Madrid Teil des Lowe-Verbunds.

Das Nachsehen bei der Vergabe an Lowe und deren Kooperation mit Grimm Gallun Holtappels hätte die Agentur Grey. Das Londoner Büro der WPP-Tochter hält bislang den Europa-Etat. Um das deutsche Mandat kümmert sich die Niederlassung in Düsseldorf. Sie wäre im Fall der neuen Allianz zwischen Lowe und den Hamburger Kreativen aus dem Rennen. mam
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