Neue Agentur "Frank" FCB-Manager Becker und Schock machen sich selbstständig - unterstützt von Achtung

Mittwoch, 28. Juni 2017
Das sind die Chefs von Frank: Maud Schock, Sven Becker und Paul Kamzelas (v.l.)
Das sind die Chefs von Frank: Maud Schock, Sven Becker und Paul Kamzelas (v.l.)
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Sven Becker FCB Maud Schock Mirko Kaminski Deutschland TBWA


In Hamburg startet am 1. September die Agentur Frank. Dahinter stecken die beiden bisherigen FCB-Manager Sven Becker und Maud Schock. Sie gründen die neue Firma zusammen mit dem BBH-Kreativen Paul Kamzelas. Als Minderheitsgesellschafter ist zudem die Kommunikationsberatung Achtung von CEO Mirko Kaminski an Bord.
Frank will das Feld zwischen großen internationalen Networks und auf den nationalen Markt spezialisierten Inhaberagenturen besetzen. Hier haben Becker und seine Gründungspartner eine Marktlücke erkannt. Mit einem kleinen Team von erfahrenen Experten, effizienten Prozessen und einem flexiblen Partnernetzwerk wollen sie aus Deutschland heraus internationale, aber auch lokale Kampagnen realisieren. "Unsere Energie fließt ins Wesentliche: In unsere Kunden und die Entwicklung und Umsetzung international wirksamer Konzepte", sagt Beratungschefin Schock.
Sie und Becker kennen sich schon aus gemeinsamen Zeiten bei TBWA. Dort hatte die Deutsch-Französin 1999 im Pariser Büro der Omnicom-Tochter begonnen. Später wechselte sie zur deutschen Niederlassung, wo Becker erst Strategiechef und anschließend CEO war. Beide arbeiteten für den wichtigen Kunden Beiersdorf, der sein Mandat später allerdings bei FCB bündelte. Dort trafen die beiden Werber sich dann wieder. Der Dritte im Bunde, der Kreative Kamzelas, war bislang bei BBH in New York tätig.

Zu den Partnern gehören neben Minderheitsgeselschafter Achtung auch die Mediaberatung Masterplan Media, der Digitaldienstleister Unruly und die Influencer-Agentur Nqyer. Ein Kunde soll ebenfalls schon an Bord sein, den Namen verraten die Verantwortlichen aber noch nicht. Immerhin sind sie noch bis Ende August bei FCB unter Vertrag. Umso lieber sprechen sie über den eigenen Namen. Denn "Frank" soll nicht etwa als Vorname, sondern als Adjektiv verstanden und Englisch ausgesprochen werden. "Frank steht für aufrichtig, offen, frei, ehrlich, gerade heraus, direkt und mutig - und eine sehr einfache und umkomplizierte Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern", erklärt Strategiechef Becker.

Inhaltlich will die Agentur die Bereiche klassische Kommunikation, Content Marketing und Mediaplanung verbinden. Die Kompetenz für Content-Themen soll nicht zuletzt der Partner Achtung liefern. Neben der inhaltlichen Unterstützung kümmert sich die etablierte Agentur zudem auch um Backoffice-Aufgaben. "Diese Agenturidee und dieses Team aus internationalen Markenmachern haben uns sofort überzeugt. Da mussten wir unbedingt dabei sein", sagt Achtung-Chef Kaminski. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 26/2017 vom 29. Juni
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