Netzwerkagenturen FCB Hamburg wird von einem Trio geführt

Mittwoch, 02. November 2016
Das Führungsteam von FCB Hamburg: Clara Schmidt-von Groeling, Christoph Nann (M.) und Daniel Könnecke
Das Führungsteam von FCB Hamburg: Clara Schmidt-von Groeling, Christoph Nann (M.) und Daniel Könnecke
Foto: FCB
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An der Spitze von FCB Hamburg steht ab sofort ein Trio: Neben CEO Daniel Könnecke gehören der vor kurzem verpflichtete Kreativchef Christoph Nann sowie Strategiechefin Clara Schmidt-von Groeling zum Führungsteam. Sie sollen die Agentur enger zusammenführen und attraktiver für neue Kunden machen.

Die Lebensader der Interpublic-Tochter in Hamburg ist Großkunde Beiersdorf, dessen internationalen Etat die Agentur hält. Traditionell wird dieses Mandat getrennt vom sonstigen (nationalen) Geschäft von FCB betreut. Jetzt ist das Ziel, die Bereiche enger zusammenzuführen. Ein Indiz dafür ist, dass es mit Nann künftig nur noch einen übergeordneten Kreativchef für die gesamte Hamburger Agentur geben wird. Für das operative Tagesgeschäft mit Beiersdorf soll aber offenbar noch kreative Verstärkung an Bord kommen. Zuletzt kümmerte sich Tris Gates-Bonarius um diese Aufgabe, sie hat die Agentur aber nach kurzer Zeit wieder verlassen und ist zu ihrem vorherigen Arbeitgeber Facebook zurückgekehrt.

Sven Becker, der als Global Planning Director in erster Linie für Beiersdorf tätig war und im Sommer noch als Teil der Führung von FCB Hamburg auftrat, wird sich auf seine internationalen Aufgaben konzentrieren. Er dient als Schnittstelle ins Netzwerk und soll die "strategische Koordination und Führung von länderübergreifenden Neugeschäftsprojekten" übernehmen. Was genau sich hinter dieser Formulierung verbirgt und wie die künftige Rolle von Becker konkret definiert ist, muss sich zeigen. An der Spitze des weltweiten Beiersdorf-Teams steht Global Chief Client Officer Erika Darmstaedter.

FCB Hamburg beschäftigt aktuell rund 120 Mitarbeiter. Die Agentur war in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft. 2014 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) erzielte sie einen Umsatz von rund 16 Millionen Euro und verbuchte einen operativen Verlust von mehr als 400.000 Euro. Auch wenn die Agentur wegen der Vorgaben der Muttergesellschaft keine aktuellen Zahlen kommuniziert, erklärt CEO Könnecke, dass man die Kurve gekriegt habe und operativ wieder Gewinne erwirtschaften werde. Zuletzt hatte die Agentur allerdings noch einmal in den Umbau der Agenturräume investiert.

Zu den Kunden von FCB Hamburg gehören neben Beiersdorf Marken wie Monte, Havaianas, Jimdo, Zoover und Peter Kölln. Die Brotmarke Golden Toast und das Mutterunternehmen Lieken zählen ab dem kommenden Jahr allerdings nicht mehr dazu. mam

Ein ausführliches Interview mit dem neuen Führungstrio von FCB Hamburg lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 44/2016 vom 3. November.       

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