Nein zur Kostenloskultur Wie eine kanadische Agentur der Branche den Spiegel vorhält

Dienstag, 10. November 2015
Erst einmal gratis arbeiten? Diese Aufforderung sorgt für ungläubiges Kopfschütteln
Erst einmal gratis arbeiten? Diese Aufforderung sorgt für ungläubiges Kopfschütteln
Foto: Screenshot Youtube / Zulu Alpha Kilo
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Kostenloskultur Zulu Alpha Kilo Zak Mroueh


So ziemlich jede Agentur dürfte solche Kundenanfragen kennen: Bitte ein ganzheitliches Kampagnenkonzept. Bis nächste Woche. Und das Ganze natürlich kostenlos. Die Diskussion um die Kostenloskultur in der Kreativbranche ist nicht neu. Neu ist dagegen dieses witzige Video, mit dem die kanadische Agentur Zulu Alpha Kilo dem Ganzen endlich einen Riegel vorschieben will.
Was in der Agenturszene - trotz immer stärker aufkommender Workshop-Modelle - leider immer noch gang und gäbe ist, sorgt in anderen Branchen für ungläubiges Kopfschütteln. Um an lukrative Aufträge zu kommen, investieren Kreative Zeit und Hirnschmalz in Ideen und Konzepte, ohne am Ende dafür entlohnt zu werden. Erst einmal gratis arbeiten - eine Arbeitsweise, die für Pizzabäcker, Fitnesstrainer oder Cafébetreiber undenkbar ist. Um der Branche auf witzige Weise den Spiegel vorzuhalten, hat Zulu Alpha Kilo in Toronto dieses amüsante Video unter dem Hashtag #saynotospec produziert. Der Clip schließt mit dem Aufruf an die Zunft: "Es ist an der Zeit, Nein zu unbezahlten Entwürfen zu sagen!"

Die 2008 gegründete Agentur lehnt selbst seit fünf Jahren solche Pitchanfragen kategorisch ab. Wie die Kunden auf dieses Verhalten anfangs reagiert haben, beschreibt Agenturgründer Zak Mroueh auf der Agenturwebsite. jeb
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