Mutabor Kathrin Koch verstärkt die Geschäftsführung der Hamburger Designagentur

Freitag, 06. Februar 2015
Die neue Geschäftsführung von Mutabor: Heinrich Paravicini, Kathrin Koch und Johannes Plass (v.l.)
Die neue Geschäftsführung von Mutabor: Heinrich Paravicini, Kathrin Koch und Johannes Plass (v.l.)
Foto: Mutabor

Mutabor hat sich für 2015 einiges vorgenommen: Die Agentur verfolgt ehrgeizige Wachstumsziele mit neuen und bestehenden Kunden, baut sich einen eigenen Agenturcampus und will sich breiter denn je aufstellen. Unterstützt werden die beiden Gründer Heinrich Paravicini und Johannes Plass dabei von Neuzugang Kathrin Koch. Die Diplom-Betriebswirtin übernimmt die neu geschaffene Position des Chief Financial Officer. Zu ihren Aufgaben gehören neben den Finanzen das Business Development und die Agentursteuerung.
Koch kommt von FCB Deutschland, wo sie zuletzt als Global Account Finance Director für Beiersdorf verantwortlich war. Insgesamt blickt sie auf 15 Jahre Agenturerfahrung zurück. Zu ihren weiteren beruflichen Stationen zählen Jung von Matt, Sinner Schrader und Interone. Der Job bei Mutabor habe sie gereizt, "weil es diese Position in dieser Form so zuvor nicht gab. Das heißt, ich habe hier ganz großen Entfaltungsspielraum und kann mich hier sehr verwirklichen." Co-Gründer Johannes Plass erklärt: "Wir haben uns gefragt, wie weit wir kommen können, wenn neben zwei erfolgreichen Kreativen eine Kauffrau die Agenturgeschicke lenkt." Bis jetzt haben die beiden das 1998 gegründete Unternehmen stets zu zweit geführt. Heute steht es mit einem Honorarumsatz von 9,9 Millionen Euro und rund 100 Mitarbeitern unter den Top 3 der größten deutschen Designagenturen und belegt kontinuierlich einen Platz unter den Top 20 der kreativsten deutschen Kommunikationsagenturen. "Toi, toi, toi, dass wir es so weit geschafft haben. Aber jetzt wollen wir noch einmal richtig angreifen", sagt Paravicini. In der neuen Konstellation übernimmt das langjährige ADC-Vorstandsmitglied die Position des Chief Creative Officer; Plass ist CEO von Mutabor.
„Toi, toi, toi, dass wir es so weit geschafft haben. Aber jetzt wollen wir noch einmal richtig angreifen.“
Heinrich Paravicini, Mutabor
Schon voriges Jahr haben die Agenturgründer ihr Unit-System aufgelöst und sich eine neue Website und ein neues Logo verpasst. Diesen Weg der Veränderung will das Team nun konsequent weitergehen, um stärker als "Agentur für ganzheitliches Markendesign wahrgenommen zu werden2, so Koch. "Wir haben das Thema Markenberatung aufgebaut und in diesem Zuge Ende 2014 erstmals unseren Brand Report veröffentlicht. Für uns ist das ein wichtiges Tool, um unsere Neupositionierung zu unterstreichen und zu zeigen, wie wir heute auf Marken schauen", ergänzt Plass. Im Sommer wird es eine eigene Online-Plattform zu dem Brand Report geben, die regelmäßige Updates und Informationen über Marken und ihre Tätigkeiten bietet.

Für welche Aufgaben sich Mutabor in der neuen Konstellation und mit deutlich stärkerem Fokus auf Strategie und Beratung gewappnet sieht, beschreibt Paravicini am Beispiel des Kunden Clariant: "Hier ist von der Markenstrategie über Corporate Design, Architektur, Messe, Digital, Intranet, Internet, Social Media, Content Marketing, Employer Branding, B2B-Werbung und Flughafenwerbung alles dabei – und alles kommt von uns." Als kreative Adresse gilt Mutabor schon jetzt. "Strategisch" soll künftig ganz selbstverständlich hinzukommen.

Wie ernst es dem Führungstrio mit seinen Wachstumsplänen ist, zeigen nicht zuletzt die Umzugspläne: Mutabor baut sich in der Hamburger Königstraße einen eigenen Campus. Auf rund 7000 bis 8000 Quadratmetern soll hier bis zum Herbst 2015 ein Areal entstehen, das nicht nur Raum für eigenes Wachstum bietet, sondern auch ein Forum für Schulungen und Weiterbildungen sowie einen Ort für Freelancer und andere Partner aus der Kreativszene. Mutabor entwirft das Gelände selbst – mit eigenen Architekten und nach den Wünschen der Mitarbeiter. "Wir bauen uns hier unsere neue Work-Life-Balance", stellt Paravicini fest. bu
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