Musikstreaming Palina Rojinski moderiert neue Deezer-Show / Konzept kommt von Dojo Berlin

Mittwoch, 23. September 2015
Versucht sich als Youtube-Star: Moderatorin Palina Rojinski
Versucht sich als Youtube-Star: Moderatorin Palina Rojinski
Foto: Deezer

Mit seinen TV-Spots hat der Musikstreaming-Anbieter Deezer in den vergangenen Monaten bereits Zeichen gesetzt. Jetzt zündet das Unternehmen zusammen mit seiner Stammagentur Dojo die nächste Kommunikationsstufe: Die Generation Youtube soll mit einem eigenen Content-Format geködert werden. Mit an Bord: Pro-Sieben-Moderatorin Palina Rojinski.

Ab 29.9. moderiert die gebürtige Russin das neue Format "It was all a stream", bei dem es sich um ein Branded-Content-Format handelt. Rojinski, deren Karriere bei dem Musiksender MTV begann, war von Anfang an die Wunschkandidatin für die Show und konnte schnell dafür begeistert werden. Letztlich hat die 30-Jährige sogar eigene Ideen eingebracht.

"Wir konnten mit unserer Fernsehwerbung bereits große Erfolge feiern", erzählt Deezer-Deutschlandchef Michael Krause. "Aber wir erreichen damit nicht die Generation Youtube und alle, die nur noch via Netflix und Co streamen. Deshalb haben wir uns für diesen ganz neuen Weg entschieden." Man habe auf Youtube nicht einfach nur Pre-Rolls mit den Standard-Spots schalten wollen. "Das wäre uns zu wenig gewesen", stellt Krause fest. So ist schließlich die Idee zu der Musiksendung entstanden.

Darin wird Rojinski unterschiedliche Musiker interviewen, kleine Spielchen mit ihnen machen und so einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen ihres Schaffens gewähren. In der Pilotfolge, die auf dem Deezer-Kanal von Youtube und unter Itwasallastream.de zu sehen sein wird, sind die Beatsteaks bei ihr zu Gast. Im zweiten Teil fühlt sie dem Electro-House-Duo Digitalism auf den Zahn und blickt hinter die Kulissen des Berliner Lollapalooza Festivals.

Krause sagt, man wolle mit der Sendung einerseits den Kult der frühen MTV-Sendungen aufleben lassen, andererseits ein moderneres Format schaffen, das der heutigen Zeit gerecht wird. So gibt es kein starres Sendekonzept, es kommen wechselnde Youtuber mit eigenen Rubriken zu Wort und Rojinski kann relativ frei agieren, muss auch schon mal improvisieren. Dass sie das kann, hat sie als Sidekick von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf in der Sendung "Circus Halli Galli" schon oft bewiesen.

Die 10-minütige Sendung wird wöchentlich laufen. Dabei will Deezer es keineswegs dem Zufall überlassen, ob daraus ein Erfolg wird oder nicht. Rojinkski und alle Gäste von "It was all a stream" werden in ihren sozialen Netzwerken dafür werben, es wird eine eigene Internet-Website und Facebook-Präsenz geben. Zudem sollen Trailer im Werbefernsehen auf die neue Sendung aufmerksam machen. Das allein ist ein ungewöhnlicher Weg: Deezer schaltet klassische Werbespots im linearen TV, um die Fernsehzuschauer auf Youtube zu locken.

Die Macher des neuen Content-Formats: Jana Schelkle (Dojo), Joachim Bosse (Dojo Geschäftsführer), Palina Rojinski (Moderation), Michael Krause (Deezer Geschäftsführer DE/AT/CH), Bastian Badran alias Rufi (Moderation), Simon Classen (Dojo), Andreas Jägers (Dojo), Emmi Kääriäinen (Deezer), Nora Bax (Deezer)
Die Macher des neuen Content-Formats: Jana Schelkle (Dojo), Joachim Bosse (Dojo Geschäftsführer), Palina Rojinski (Moderation), Michael Krause (Deezer Geschäftsführer DE/AT/CH), Bastian Badran alias Rufi (Moderation), Simon Classen (Dojo), Andreas Jägers (Dojo), Emmi Kääriäinen (Deezer), Nora Bax (Deezer) (Bild: Deezer)
Gemeinsam mit Dojo soll "It was all a stream" zu einer Marke aufgebaut werden. Dass die Sendung keinen eigenen Youtube-Kanal bekommt, sondern auf dem Deezer-Channel ausgestrahlt wird, hat pragmatische Gründe: Letzterer hat mit mehr als 62.000 Abonnenten schon jetzt eine ordentliche Reichweite – es sind sogar 20.000 mehr als Konkurrent Spotify vorzuweisen hat. Diese Popularität wolle man nutzen. Krause erklärte bereits in einem früheren HORIZONT-Interview, dass er große Ambitionen auf dem deutschen Markt hat. Mit der Musikshow erhofft er sich noch einmal einen deutlichen Schub an neuen Nutzern. Wie viele es aktuell sind, will er nicht verraten – nur so viel: Die Mission "Turning Streaming into Mainstreaming" sei bereits erfüllt. bu

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