Mindshare-Chefin Katja Brandt "Die Werbewirkungsforschung muss sich neu ausrichten"

Dienstag, 05. September 2017
Katja Brandt im Video-Interview mit HORIZONT Online und turi2
Katja Brandt im Video-Interview mit HORIZONT Online und turi2
© HORIZONT / turi2

Steckt die Wirkungsforschung in der Krise? Wenn man sich die Klagelieder anhört, die Kunden jedes Jahr vor der Dmexco gerade über Online-Werbung anstimmen, kann man diesen Eindruck bekommen. Mindshare-CEO Katja Brandt will im Video-Interview mit HORIZONT Online und turi2 nicht so weit gehen, der Werbewirkungsforschung eine generelle Krise zu attestieren. Dennoch glaubt die frisch gebackene Agenturchefin, dass dynamischere Umfelder und die Fragmentierung der Medienlandschaft die Wirkungsforschung vor neue Herausforderungen stellen.
Besonders im Online-Bereich gebe es Bedarf an neuen Lösungen, so Brandt. Während in den klassischen Gattungen wie Print und TV schon lange Wirkungsforschung betrieben wird, fehlten im Online-Bereich einheitliche Währungen. "Hier haben wir sicher noch die meisten Diskussionen, dass wir uns auf eine Richtung einigen." Zudem müssten Kunden überlegen, ob sie bei der Erfolgskontrolle nicht umdenken müssten. Denn statt Kampagnen nach ihrem Effekt auf das Geschäftsergebnis zu bewerten, würde zu oft auf Impressions geschaut, kritisiert die Mindshare-Chefin.
Google- und Facebook-Bashing hört man von Brandt hingegen nicht: Die Unternehmen hätten als global agierende Player eine andere Perspektive auf einzelne Märkte und würden dementsprechend mit ihren Daten umgehen. Beide würden jedoch Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit mit hiesigen Marktteilnehmern zeigen. "Wir haben eine gute Basis, um in nächster Zeit deutliche Fortschritte zu machen", so Brandt. ire
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