Millionen-Etat Havas Media setzt sich bei Ritter Sport durch

Mittwoch, 04. Dezember 2013
Die Spots für Ritter Sport Voll-Nuss werden künftig von Havas Media geschaltet
Die Spots für Ritter Sport Voll-Nuss werden künftig von Havas Media geschaltet

Über Ritter Sport wird derzeit wegen des Streits mit der Stiftung Warentest beinahe täglich in den großen Tageszeitungen und im TV berichtet. Jetzt liefert das Familienunternehmen auch den Fachmedien Stoff für Schlagzeilen. Die Schokoladenmarke hat den Pitch um ihren millionenschweren Mediaetat entschieden.
Der große Gewinner der von dem Auditor Kollat Media Team begleiteten Ausschreibung ist Havas Media. Die Frankfurter Agentur, die den bisherigen Betreuer MEC ablöst, konnte sich in dem mehrstufigen Pitch nach eigenen Angaben gegen mehrere Wettbewerber durchsetzen.

Ab 2014 kümmert sich Havas Media damit um die Planung und den Einkauf von Werbeplätzen in den elektronischen Medien und in Printtiteln. Das Mediabudget für Deutschland lag laut Nielsen im Jahr 2012 bei rund 10 Millionen Euro brutto mit Schwerpunkt auf TV. Die Verantwortung der Out of Home Kampagne bleibt davon unberührt. Hier bleibt die Agentur Kinetic Worldwide Germany am Ruder.

Ritter Sport ist eine der großen deutschen Traditinsmarken im Food-Segment. Das Unternehmen Alfred Ritter in Waldenbuch feierte im letzten Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Wir sind sehr stolz, mit Ritter Sport eine der beliebtesten deutschen Marken für uns gewonnen zu haben", sagt Sven Traichel, CEO von Havas Media. Ritter und Havas seien jeweils "international erfolgreiche Familienunternehmen und passen sehr gut zueinander", so Traichel weiter.

Mit dem Etatgewinn ist Havas Media künftig auch für die Schaltung der TV-Spots für Ritter Sport Voll-Nuss zuständig, die wie alle Commercials von der Kreativagentur Kolle Rebbe entwickelt werden. Diese Sorte war kürzlich von der Stiftung Warentest wegen angeblich künstlich hergestellter Aromen als mangelhaft bewertet worden. Ritter Sport hatte sich dagegen gewehrt. Zuletzt hatte sich die Lebensmittelüberwachung des Landkreises Holzminden in den Streit eingeschaltet, die nun Proben des Aromastoff-Herstellers Symrise analysiert. mas
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