Merger-Pleite Das sagen die Beteiligten - und Wettbewerber

Freitag, 09. Mai 2014
-
-

In der Werbebranche dürfte heute und in den nächsten Tagen viel über die Absage des Mergers von Publicis und Omnicom geredet werden. Inzwischen haben sich die Chefs der beiden beteiligten Holdings, aber auch Wettbewerber zu Wort gemeldet. HORIZONT.NET gibt einige Statements in Auszügen wieder.

John Wren, CEO Omnicom

"Wir haben uns nicht einigen können wie die geplante gemeinsame Firma strukturiert und geführt werden soll. Wir wussten, dass es große kulturelle Unterschiede gibt, vor allem auf Corporate-Ebene. Offenbar haben wir diese Unterschiede unterschätzt. Das hat eine Lösung unmöglich gemacht." (Quelle: Telefonkonferenz mit Analysten)

Maurice Lévy, CEO Publicis

-
-
"Wir haben einen Merger of Equals angestrebt, mit einer guten Balance beider Firmen. Leider waren wir nicht in der Lage, das umzusetzen. Zuletzt bestand die Gefahr, dass das fest vereinbarte Gleichgewicht infragegestellt und unser Geschäftsmodell verwässert wird. In solch einer Situation gehen wir lieber gar nicht erst in die Kirche, damit wir hinterher nicht zum Scheidungsanwalt müssen." (Quelle: Telefonkonferenz mit Analysten)

Martin Sorrell, CEO WPP

-
-
"Ich glaube nicht, dass die Absage eine Überraschung ist. Höchstens, dass sie so schnell kommt. Viele Leute haben geglaubt, dass es noch etwas länger dauern wird, aber die meisten haben geahnt, dass der Deal tot ist. Ich glaube, die Entscheidung für den Merger war vor allem eine emotionale. John Wren und Maurice Lévy wollten WPP von seiner Position verdrängen. Aber die Augen waren größer als der Magen. (Quelle: Adage, eigene Recherche)

Jerry Buhlmann, CEO Aegis Media

-
-
"Dieser Merger hatte zu keiner Zeit eine klare strategische Vision und keinen Mehrwert für die Kunden. Das sind aber die beiden wichtigsten Voraussetzungen für solch einen Schritt. Ohne klare Überzeugung in diesen Punkten hat man sich in Regulierungs- und Steuerfragen verstrickt und letztlich den Mut verloren. Es hatte den Anschein, dass weder die Interessen der Mitarbeiter noch die der Kunden berücksichtigt wurden." (Quelle: Eigene Recherche) mam
Meist gelesen
stats