Merger EU-Kommission winkt geplante Fusion von Omnicom und Publicis durch

Donnerstag, 09. Januar 2014
Omnicom-Chef John Wren (l.) und Publicis-Chef Maurice Lévy nähern sich ihrem Ziel
Omnicom-Chef John Wren (l.) und Publicis-Chef Maurice Lévy nähern sich ihrem Ziel

Die Werbeholdings Omnicom und Publicis haben eine wichtige Hürde auf dem Weg zu ihrer geplanten Fusion genommen. Wie die Unternehmen per Presseerklärung mitteilen, hat die Europäische Kommission den Deal ohne Bedingungen genehmigt. Auch nach dem Merger gebe es ausreichend starke Wettbewerber, so die EU-Beamten. Interessant ist, was sie zu einem potenziellen Machtmissbrauch der neuen Super-Holding im Mediabereich sagen: "Sollte das Unternehmen versuchen, seine Stellung auf dem Markt für Mediaeinkaufsleistungen zur Steigerung seiner Verhandlungsmacht gegenüber den Medieneigentümern zu nutzen, hätten diese aufgrund der erheblichen Konzentration der Medieneigentümer in den betroffenen europäischen Ländern ausreichend Marktmacht, um dem entgegenzuwirken", heißt es in dem offiziellen Statement der Kommission.

Zuvor gab es bereits die Zustimmung der Behörden in Märkten wie Australien, Brasilien, Kanada, Indien, Japan, Mexiko, Südafrika und Südkorea. Auch in den USA, wo Experten am ehesten kartellrechtliche Probleme gesehen hatten, stehen die Signale auf grün. Gemäß dem "Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act" hätten Einsprüche gegen die Fusion innerhalb einer bestimmten Frist erhoben werden müssen. Dies ist aber nicht geschehen.

Noch keine Entscheidung gibt es vonseiten der chinesischen Aufsichtsbehörden. Außerdem sind auch in anderen Märkten noch formale Fragen zu klären, unter anderem in den USA und einigen europäischen Ländern. Darüber hinaus müssen die Aktinäre beider Gruppen zustimmen. Geplant ist, dass der Zusammenschluss von Omnicom und Publicis innerhalb des 1. Quartals über die Bühne geht. Dadurch würde die weltweit größte Werbeholding mit einem Umsatz von fast 18 Milliarden Euro entstehen. Der bisherige Marktführer WPP kam zuletzt auf rund 12,5 Milliarden Euro. mam
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