Medianetworks Florian Adamski wird Global CEO von OMD

Dienstag, 19. September 2017
Neue Aufgabe für Florian Adamski
Neue Aufgabe für Florian Adamski
© Britta Würzburg

Rasanter Aufstieg für Florian Adamski: Der bisherige Chef der deutschen Omnicom Media Group (OMG) wechselt als Global CEO an die Spitze des weltweit größten Medianetworks OMD. Er löst Mainardo de Nardis ab, der die Agenturgruppe seit 2009 führte. De Nardis übernimmt einen Posten bei der Dachorganisation OMG, zu der neben OMD auch Marken wie PHD und Hearts & Science gehören.
Adamski bestätigt die Personalie auf Anfrage. Zuerst hatte das "Wall Street Journal" über den Wechsel berichtet. Die Berufung von Adamski steht im Kontext eines größeren Umbaus bei OMD. Im wichtigen US-Markt übernimmt der bisherige BBDO-Manager John Osborn die Führung des Medianetworks. Die bisherige US-Chefin Monica Karo wechselt in eine internationale Rolle und wird Chief Client Officer, Kate Stephenson übernimmt den COO-Posten. OMD wird künftig also von einem Trio mit CEO Adamski, CCO Karo und COO Stephenson geführt. Zudem wird OMG-Europachef Collin Gottlieb zum Chairman von OMD berufen.
Die neue Führungsstruktur soll ab Anfang 2018 greifen. Als weltweiter Chef soll Adamski seinen Sitz in London haben. Von einem Umzug der Network-Zentrale, die bislang in New York angesiedelt ist, will der 40-Jährige allerdings nicht sprechen. Der US-Markt bleibe ein extrem wichtiges Standbein, auch er werde sich als CEO viel dort aufhalten. International, nicht zuletzt in den USA, hatte OMD zuletzt mit einigen Problemen zu kämpfen. So gingen unter anderem die Etats von PSA, Walgreens Boots Alliance und Carlsberg verloren. In Deutschland lief es dagegen gut. So konnte die Gruppe unter Führung von Adamski mit der Marke PHD zum Beispiel den weltweiten Mediaetat von Volkswagen gewinnen.

Adamski gilt als Vertreter eines neuen Typs von Mediaagenturmanager: zugänglich, transparent, kundenorientiert. Nach dem früheren Mediacom-Chef Alexander Schmidt-Vogel ist er erst der zweite Deutsche, der an der Spitze eines internationalen Medianetworks steht. Wie Adamskis Nachfolge in Deutschland geregelt wird, ist noch nicht bekannt. Man sondiere den Markt und führe Gespräche mit externen wie internen Kandidaten, sagt Adamski. Er selbst hatte Mitte 2015 die Führung der deutschen OMG übernommen, als Nachfolger von Manfred Kluge. Davor war er in unterschiedlichen Funktionen bei der Agenturmarke OMD tätig. mam
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