Mediaetat Interpublic und WPP betreuen Bose

Dienstag, 21. Oktober 2014
Bose-Kopfhörer aus der Reihe "Soundtrue"
Bose-Kopfhörer aus der Reihe "Soundtrue"
Foto: Bild: Bose

Die Interpublic Group und WPP haben das Rennen um den globalen Mediaetat des HiFi-Unternehmens Bose gemacht. Wie "Ad Age" berichtet, setzten sich die Agenturholdings unter anderem gegen ZenithOptimedia aus dem Publicis-Netzwerk und Omnicoms OMD durch.
In Nordamerika soll sich ein gemeinsames Team der Agenturen Mediahub und Initiative (beide Interpublic) um Planung und Einkauf kümmern, in Europa soll dies die WPP-Tochter Mediacom übernehmen, das gleichzeitig für Asien, Nordafrika und den Nahen Osten zuständig sein wird. Die Etatvergabe folgte laut "Ad Age" einem längeren Überprüfungsprozess durch Bose, der in diesem Frühjahr begonnen hatte. Bose gilt als Pionier auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik. Zu den Grundsätzen des von Amar Bose gegründeten Unternehmens gehört, dass ein Teil der Einnahmen in die eigene Forschung fließt. So erklärt sich auch der Bose-Claim im US-Heimatmarkt: "Better Sound Through Research" (Besserer Sound durch Forschung).

Zuletzt wurde Bose durch das forsche Auftreten von Beats by Dre im Kopfhörermarkt herausgefordert. Die Apple-Tochter erzielte große Aufmerksamkeit mit prominent besetzten Werbekampagnen, etwa im Umfeld der Fußball-WM. Die neue Konkurrenzsituation zeigte sich auch im Fall des Quarterbacks der San Francisco 49er, Colin Kaepernick: Weil er bei einer Pressekonferenz nach einem Spiel einen Kopfhörer von Beats by Dre trug, bekam er von der National Football League eine 10.000-Dollar-Strafe aufgebrummt. Denn seit dieser Saison ist Bose offizieller Kopfhörerausstatter der US-Footballliga.

An einer anderen Front herrscht dafür seit Kurzem Frieden: Ihren zwei Monate währenden Patentstreit haben Bose und Beats soeben beigelegt. ire
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