Mediaagenturen Volkswagen: PHD gewinnt, Blackwood Seven verliert

Mittwoch, 01. November 2017
Volkswagen verliert vor allem bei den Ingenieuren
Volkswagen verliert vor allem bei den Ingenieuren
© Volkswagen

Es ist eine heikle Konstruktion: Seit Anfang des Jahres ist PHD die Mediaagentur von Volkswagen, für das Digitalgeschäft der Marke VW ist aber Blackwood Seven zuständig. Wie es aussieht, wird das nicht mehr lange so bleiben.

Im Interview mit HORIZONT Online sagt Holger Thalheimer, CEO der zur Omnicom gehörenden Mediaagentur PHD: "Wir sind mit Volkswagen in Gesprächen, ab Januar 2018 zumindest den programmatischen Bereich von Blackwood Seven für die Marke VW zu übernehmen." "Zumindest", das bedeutet wohl: Auch Search und Social stehen zur Disposition. Für Blackwood Seven bliebe dann nur noch der Bereich Sales Modelling.

Volkswagen Zentrale
Bild: Foto: Volkswagen Aktiengesellschaft

Mehr zum Thema

Blackwood Seven Newcomer kommt bei Volkswagen zum Zug

Der Fall ist für die Mediabranche insgesamt von Bedeutung. Blackwood Seven ist 2015 angetreten, das deutsche Media-Business gründlich aufzumischen. Das klassische Modell sei am Ende und die Zeit reif für einen Ansatz, der ganz auf künstliche Intelligenz, Automatisierung und Super-Algorithmen basiert. Irgendwelche Kickbacks und reine Media-KPIs gehörten der Vergangenheit an. Blackwood Seven verspricht vor allem eines: mehr Effizienz und eine klare Konzentration auf Performance und Sales-KPIs.

Zeigt der Fall VW, dass die Ergebnisse von BW7 doch nicht so toll sind? Das wäre wohl eine zu pauschale Interpretation. Was sagt Thalheimer dazu? "Es geht mir gar nicht so sehr um BW7, sondern um Grundsätzliches. Ich glaube, dass die Kunden zunehmend erkennen, dass eine Trennung der Bereiche klassischer Mediaeinkauf, Programmatic, Search und Social zu viel Abstimmungsbedarf und Komplexität führt." js

Meist gelesen
stats