Max Award Das sind die Medaillen-Kandidaten für den neuen Dialogmarketing-Preis

Donnerstag, 31. August 2017
Der Max Award ersetzt den früheren DDP-Wettbewerb
Der Max Award ersetzt den früheren DDP-Wettbewerb
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Dialogmarketing Digitalmarketing Michael Koch GKK


Mit der Eröffnung des Online-Votings geht der neue Wettbewerb des Deutschen Digitalmarketing Verbands in die entscheidende Runde. 27 Arbeiten haben sich qualifiziert, über Gold, Silber und Bronze entscheiden ab sofort die Internet-User unter max-award.de. Mit dabei sind sowohl Kampagnen von klassischen Agenturen wie Kolle Rebbe, Grabarz & Partner und Serviceplan als auch Beiträge von Dialogprofis wie Defacto Be/One, GKK und Wunderman sowie Arbeiten von Digitalagenturen wie La Red und TWT Interactive.
Der Max Award ist quasi der Nachfolger des Deutschen Dialogmarketing Preises (DDP), wenngleich er andere Ansprüche stellt und komplett neu aufgesetzt wurde. Anfang dieses Jahres hat der DDV mit einem drastischen Schritt auf die zunehmende Kritik an Award Shows im allgemeinen und die abnehmende Resonanz auf seinen eigenen Wettbewerb reagiert: Der DDP-Wettbewerb wurde nach 34 Jahren eingemottet. Dafür wurde mit dem Max Award ein neuer Preis aus der Taufe gehoben. Das von GKK-Kreativchef Michael Koch in Zusammenarbeit mit Erik Backes (Wunderman) und Rita Spielvogel (PKP BBDO Wien) erarbeitete Konzept beinhaltet, dass jede Einsendung nur noch einmal Edelmetall erhalten kann. Die Kategorie spielt in der finalen Jurierungsrunde keine Rolle mehr. Neu ist auch, dass Bronze, Silber und Gold nicht von einer Expertenjury vergeben, sondern in einem öffentlichen Online-Voting bestimmt werden. „Der frühere DDP war einfach nicht mehr zeitgemäß. Wir wollen mit dem Relaunch erreichen, dass Dialogmarketing wieder eine Bühne bekommt. Und zwar über die bisher doch sehr begrenzte Zielgruppe hinaus“, erklärt Koch. „Das können wir hoffentlich mit dem Online-Voting erreichen. Die anderen Änderungen, die wir vorgenommen haben, entsprechen unserem Verständnis von einem modernen Kommunikationswettbewerb.“

Dabei stellt sich die Frage, ob große Agenturen beim Online-Voting womöglich im Vorteil sind, weil sie mehr Mitarbeiter für die Abstimmung mobilisieren können. Koch hat deshalb allerdings keine Bedenken: „Das haben wir durchaus einkalkuliert. Wir glauben, dass auch kleine Agenturen gute Chancen haben, über Social Media Freunde und Bekannte zu mobilisieren, und gehen deshalb davon aus, dass es ausgeglichen ist. Grundsätzlich finden wir es toll, wenn möglichst viele Menschen aus unserer Branche zum Mitmachen aufgefordert werden. Genau das ist schließlich unser Ziel.“

Von den rund 200 Einsendungen haben es 27 Arbeiten ins Online-Voting geschafft. Maximal 30 können sich dafür qualifizieren. Insgesamt gibt es beim Max Award drei Jurierungsrunden: Zunächst werden alle Einsendungen aufgeteilt und von vier Städtejurys bestehend aus je sieben Mitgliedern beurteilt. Nachdem die Gremien in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München getagt haben, kommt die Entscheidungsjury bestehend aus 14 Mitgliedern zusammen und diskutiert darüber, wer sich einem Online-Voting einem breiteren Publikum stellen darf.

Jeder dieser 27 Arbeiten ist eine Medaille gewiss. Über Gold, Silber und Bronze entscheiden allein die User. Koch erklärt, es werde je nach Endnote rund fünfmal Gold und siebenmal Silber geben. Der Rest bekommt Bronze. Allerdings sind diese Zahlen nicht in Stein gemeißelt. Die Endnoten sind entscheidend und ob es dabei klar erkennbare Grenzen gibt. Welchen Rang die einzelnen Arbeiten erzielen, bleibt bis zur Preisverleihung ein Geheimnis. Selbst Jurypräsident Koch beteuert, nicht Bescheid zu wissen: „Wir treffen die Entscheidungen über Gold, Silber und Bronze lediglich anhand der Abstimmungsergebnisse, ohne zu wissen, welche Arbeiten sich hinter den Zahlen verbergen.“
GKK-Kreativchef Michael Koch ist Jurypräsident des 1. Max Award
GKK-Kreativchef Michael Koch ist Jurypräsident des 1. Max Award (Bild: Archivbild)

Michael Koch über den Max Award:

Eines der wichtigsten Merkmale des Max Award ist die Tatsache, dass jede Arbeit nur einmal Edelmetall gewinnen kann. Ist das zugleich ein Statement gegen den Kategorien-Wildwuchs der anderen Shows, wo eine Kampagne mitunter mit einem Dutzend Preisen überhäuft wird?
Natürlich! Der Max Award soll einen echten Wert haben – und das funktioniert eben nur, wenn eine Arbeit nur einmal gewinnen kann. Wir wollen damit auch ein Zeichen gegen die Preis-Inflation setzen.

Sie nehmen sich damit aber selbst die Chance auf Mehrfach-Einsendungen in unterschiedlichen Kategorien und damit höhere Einsendungen. Macht Sie das überhaupt konkurrenzfähig?
Das ist nicht ganz richtig. Auch bei uns kann eine Agentur in mehreren Kategorien einsenden und erhöht damit automatisch ihre Gewinnchancen in der ersten Juryrunde, wo ausgewählte Dialogprofis über die Einsendungen urteilen. Aber unabhängig davon geht es beim Max Award tatsächlich nicht um maximalen Profit durch Einsendungen, sondern darum, den besten Dialogarbeiten eine zeitgemäße Bühne zu geben.

Welche Rolle spielt Kreation in dem Wettbewerb?
Es geht nicht nur um tolle Ideen, sondern schlichtweg um herausragendes Dialogmarketing. Das muss nicht zwangsläufig kreativ im Sinne von Award-Shows sein, aber dafür einzigartig. Deshalb finden sich auf unserer Voting-Site auch einige Arbeiten, die sicher nicht beim ADC oder in Cannes punkten würden.

Bevor die Online-Jury über Gold, Silber und Bronze entscheidet, sind die Experten gefragt. Was macht Ihre Profi-Jury anders als die Gremien beim ADC oder in Cannes?
Sie diskutiert alle Einsendungen von Anfang an. Es gibt keine geheime Abstimmungsrunde im Vorfeld. Das führt dazu, dass man selbst zuweilen ganz andere Aspekte einer Arbeit entdeckt.

Welchen Stellenwert messen Sie Dialogmarketing in der heutigen Zeit bei und wie sehr hat sich die Disziplin verändert?
Der Stellenwert von Dialogmarketing ist deutlich höher, denn Dialog ist Bestandteil fast jeder Kommunikationsmaßnahme. Dazu beigetragen haben die Digitalisierung und das Datenmanagement. bu
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