Matthias Brüll Welche Chancen der GroupM-Chef neuen Bewegtbild-Vermarktern einräumt

Donnerstag, 19. November 2015
Matthias Brüll im Video-Interview mit HORIZONT Online
Matthias Brüll im Video-Interview mit HORIZONT Online
Foto: dfv

Der deutsche TV-Markt wird von zwei Playern dominiert: SevenOne Media und IP Deutschland. Doch durch den Bewegtbild-Boom und neue Marktteilnehmer könnten die Karten neu gemischt werden. So schicken sich Goldbach Germany und das Duo Axel Springer / Viacom an, den etablierten Vermarktern Konkurrenz zu machen. Matthias Brüll, CEO der Mediaagentur Group M, begrüßt diese Entwicklung.
Beide Player stünden zwar noch relativ am Anfang, so Brüll im Video-Interview mit HORIZONT Online, das auf dem HORIZONT Bewegtbild-Gipfel in München geführt wurde. Doch insbesondere dem geplanten Joint Venture von Springer und Viacom misst der GroupM-Chef Potenzial bei, weil dahinter eine hohe Reichweite stehe.
Zum Grundstock des neuen Vermarkters gehören die Sender Comedy Central, MTV, N24, Nickelodeon/Nicknight und Viva. Diese kamen von Januar bis September kamen auf einen gemeinsamen Zuschauermarktanteil von rund 4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen - damit ist das Joint Venture der sechstgrößte Vermarkter hinter SevenOne Media, IP Deutschland, dem RTL-2-Vermarkter El Cartel Media sowie ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) und ZDF Werbefernsehen. Alleine SOM und IP vereinen 54 Prozent des Zuschauermarktes auf sich, aber über 85 Prozent der Nettowerbeerlöse. Springer/Viacom denken aber bereits weiter: "Neben der Vermarktung des Gesellschafterinventars ist es unser Ziel, das Joint Venture durch weitere Partner konsequent auszubauen", sagt André Mendo, der das Joint Venture gemeinsam mit Franjo Martinovic und Kai Ladwig führt. ire
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