Martin Sorrell "2014 wird hart, aber bezwingbar"

Donnerstag, 02. Januar 2014
Sir Martin Sorrell hat in die Glaskugel geblickt (Bild: WPP)
Sir Martin Sorrell hat in die Glaskugel geblickt (Bild: WPP)


In seiner „Neujahrsansprache“ an die Werbebranche gibt sich Martin Sorrell, Chef der weltweiten Werbeholding WPP verhalten optimistisch für das Finanzjahr 2014. In einem Gastbeitrag im US-Branchenmagazin „Ad Age“ spricht er von einem „harten, aber durchaus bezwingbaren Jahr und leichten Zuwachsraten.“ Ausgehend von der generellen weltweiten Wirtschaftsprognose, rechnet Sorrell damit, dass der Chef der Europäischen Zentralbank Mario Draghi die Eurozone einigermaßen im Griff hat. Leichte Fortschritte sieht er im Mittleren Osten für den Iran und Syrien. Auch die finanzielle Lage in Ägypten sei „aufwärts tendierend“. In Bezug auf die BRIC-Staaten ist Sorrell besonders beeindruckt von den Chancen, die sich in China eröffnen. Auch für Russland prognostiziert er einen Aufschwung – vorausgesetzt, die Energiepreise bewegten sich weiterhin auf ähnlich hohem Niveau wie zurzeit.

Indien sei eine unsichere Größe. Hier käme es auf die bevorstehenden Wahlen an. Auch in Brasilien sei die Lage schwierig – die Sorgen angesichts der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ungleichheiten im Land sowie die Ausgaben für die Fußball-WM und die Olympischen Spiele erschweren die Situation in dem Land. Aber Sorrell glaubt dennoch an eine wirtschaftliche Weiterentwicklung des südamerikanischen Staates.

Die USA hingegen würden auch 2014 noch durch den Haushaltsstreit verunsichert sein. Langfristig werde der US-Markt aber von seiner Fähigkeit der eigenständigen Deckung des Energiebedarf sowie Innovationen in der Produktionstechnik profitieren. Sorrell nennt den Bereich 3-D-Druck als einen Treiber, der den USA große wirtschaftliche Vorteile einbringen wird.

Sorrell hat für sein Unternehmen WPP einige strategische Prioritäten festgelegt: dazu zählen unter anderem die Investition in neue Märkte, neue Medien und den Bereich Datenmanagement. In den neuen Märkten und neuen Medien, in denen WPP aktiv ist, will Sorrell ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent erreichen. Großes Augenmerk schenkt er auch dem Merger seiner Konkurrenten Publicis und Omnicom und der daraus resultierenden möglichen Verschiebung von Business-Aktivitäten in Amerika respektive Frankreich. bu
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