Lukas Kircher im Video-Interview Warum sich der C3-Chef mitschuldig fühlt am Niedergang der klassischen Medien

Mittwoch, 01. Februar 2017
C3-Chef Lukas Kircher im Video-Interview während des Deutschen Medienkongresses
C3-Chef Lukas Kircher im Video-Interview während des Deutschen Medienkongresses
© HORIZONT

"Alles, was C3 und Territory können, können wir besser", musste sich Lukas Kircher vor wenigen Tagen von Seiten der Mediaagenturen vorwerfen lassen. Im Video-Interview gibt sich der C3-Chef dennoch gelassen: "Der Markt ist groß genug für uns alle." Zudem erklärt Kircher, warum er sich mitschuldig fühlt am Niedergang der klassischen Medien.
Nach der klaren Kampfansage von Publicis-Media-Chef Frank-Peter Lortz im HORIZONT-Interview müsste C3-Chef Lukas Kircher eigentlich der Angstschweiß im Gesicht stehen. Doch das Gegenteil ist der Fall: "Das ist ja eine Anerkennung für das, was wir eigentlich vor haben. Und ich kann beruhigen: Der Markt ist groß genug für uns alle."
Content Marketing bezeichnet Kircher im Video-Interview als "das neue Gold, das neue Öl, die neue Elektrizität". Dass mit dieser Disziplin klassischen Medien Werbegelder streitig gemacht werden, verursacht bei Kircher aber durchaus Bauchschmerzen. Er fühle sich mitschuldig am Niedergang der klassischen Medien, die es bislang nicht geschafft hätten, die Entwicklung weg von der klassischen, hin zu inhaltlicherer Werbung mitzugehen.

C3 beschäftigt derzeit über 100 Journalisten, die für Marken möglichst spannende Geschichten erzählen sollen. Ein Szenario, in dem irgendwann mehr Journalisten im Content Marketing arbeiten als für unabhängige Medien, will Kircher sich allerdings nicht vorstellen: "Journalismus ist so dermaßen wichtig – für mich, für die Gesellschaft, Politik. Ich glaube auch nicht, dass das passieren wird." ron
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