Local Planet Independents gründen eigenes Media-Network

Montag, 18. April 2016
Local Planet geht an den Start
Local Planet geht an den Start
Foto: Pilot

Die Tinte unter den Verträgen ist gerade trocken, soeben haben die letzten amerikanischen Agenturen unterschrieben. Mit Local Planet startet heute das erste Network unabhängiger Mediaagenturen. Local Planet - das sind 40 Independents in 40 Ländern: Die Hamburger Agenturgruppe Pilot ist Gründungs- und Boardmitglied. Mit dabei ist zudem Horizon Media, die größte unabhängige Mediaagentur der Welt aus den USA.

Das Ziel: eine Alternative zu den großen Netzwerkagenturen bieten - schlanke Organisationen, Unabhängigkeit und individuelle Betreuung. Chairman des 10 Milliarden US-Dollar Billingvolumen schweren Agenturverbunds ist Bill Koenigsberg, President und Gründer von Horizon Media. Als Global CEO fungiert Martyn Rattle. Der ehemalige Global CEO von Vizeum sowie Global Chief Client Officer von Aegis Media war vor 13 Jahren maßgeblich an der Gründung von Vizeum beteiligt. Nun also Local Planet. Um für das Konstrukt zu werben, reiste er rund um den Erdball, um die, wie er sagt “besten Agenturen“ für den Zusammenschluss zu gewinnen.

„Die gemeinsame Erfahrung, im harten Wettbewerb mit den Networks erfolgreiche unabhängige Agenturen aufgebaut zu haben, verbindet alle Local Planet Gründungsmitglieder.“
Martyn Rattle
Pilot-Manager Uli Kramer (li.) mit CEO Martyn Rattle
Pilot-Manager Uli Kramer (li.) mit CEO Martyn Rattle (Bild: Pilot)
„Die gemeinsame Erfahrung, im harten Wettbewerb mit den Networks erfolgreiche unabhängige Agenturen aufgebaut zu haben, verbindet alle Local Planet Gründungsmitglieder“, so der Global CEO. „Diesen Unternehmergeist vereint mit vollem Kundeneinsatz werden wir Werbungtreibenden nun auch international bieten.“ Neben Pilot und Horizon Media gehört die zweimal in Folge als „Media Agency of the Year“ ausgezeichnete Agentur The7stars aus Großbritannien dazu. Zu den Gründern zählen außerdem Media Italia (Italien), Cospirit MediaTrack (Frankreich), Zertem (Spanien), 3Kronor (Schweden) und Percept Media (Indien).Alle Gründungsmitglieder halten selbst Anteile an dem neuen Network. Hauptanteilseigner ist Horizon mit 30 Prozent, auch Pilot ist mit 5 Prozent beteiligt.
Das finanzielle Engagement ist mit ein Grund, warum Local Planet laut Uli Kramer, Mitgründer von Pilot und Boardmitglied bei Local Planet, mehr als ein loser Zusammenschluss befreundeter Agenturen ist: „Die Gründungspartner haben als Anteilseigner von Local Planet ein weitreichendes Bekenntnis zu diesem Verbund abgegeben.“ Neben den Shareholdern können sich Agenturen auch als Member oder Affiliate-Partner einbringen. Die weitere Expansion des Netzwerk in neue Länder will Martyn Rattle in den nächsten Monaten noch massiv vorantreiben. Bis 2018 will er 15 zusätzliche Märkte erschlossen haben. Auf der Agenda stehen zudem 5 große internationale Pitches, von denen das unabhängige Netzwerk mindestens 2 gewinnen will.
Die Menschen hinter Local Planet
Die Menschen hinter Local Planet (Bild: Pilot)
Die einzelnen Partner arbeiten nach dem „Local-up“-Prinzip zusammen: Jede Mediaempfehlung und -umsetzung entsteht auf lokaler Ebene und wird in enger Abstimmung der Agenturen zu einer Gesamtstrategie zusammengeführt. Dadurch ist gewährleistet, dass den individuellen Besonderheiten in jedem einzelnen Markt optimal Rechnung getragen wird. Eine Lead-Agentur pro Kunde koordiniert die internationale Betreuung. „Mit diesem Ansatz differenziert sich Local Planet klar von den globalen Media-Networks und bietet ein wirkungsvolles Gegenmodell zur gängigen internationalen Mediabetreuung, die zentralisiert ausgesteuert wird“, betont Kramer. „Für unsere Kunden bedeutet Local Planet das Beste beider Welten – sowohl das Commitment und die Leistungsfähigkeit unabhängiger Agenturen als auch die einheitlichen Prozesse und Strukturen eines internationalen Networks.“ vg 

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Wie Local Planet aufgebaut ist und warum Martyn Rattle nach jahrelanger Tätigkeit für große Networks nun die Liebe zu unabhängigen Agenturen entdeckt hat, lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 16/2016 vom 21. April, die auch auf  Tablets oder - nach einmaliger Registrierung - als E-Paper gelesen werden kann. Nicht-Abonnenten können hier ein HORIZONT-Abo abschließen.

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