Likestorm statt Shitstorm JvM/Elbe ruft zur "Like-Attack" gegen Nazis auf

Donnerstag, 08. Mai 2014
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Der Stunt liegt zwar schon etwas mehr als drei Monate zurück, doch erst jetzt - kurz vorm ADC-Festival und den Cannes Lions - gibt sich Jung von Matt/Elbe als verantwortliche Kreativagentur zu erkennen. Die Rede ist von der "Like-Attack", mit der die Organisation Laut gegen Nazis den Facebook-Account der NPD mittels "Gefällt mir"-Angaben und friedfertigen Postings von Deutschen mit unterschiedlicher Herkunft "überfremdete". Jetzt dokumentiert ein rund zweiminütiger Casefilm die Aktion, die am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, stattfand und in nationalen wie internationalen Medien Beachtung fand. Die Agentur mobilisierte dazu laut eigenen Angaben mehr als 100.000 Deutsche mit Migrationshintergrund; zunächst für einen einfachen "Like" auf der NPD-Facebookseite, dann für friedliche Beiträge. Die Parteianhänger nutzten die Aktion ihrerseits für rassistische Kommentare. Dennoch sehen Laut gegen Nazis und JvM/Elbe ihren kostengünstigen Stunt als gelungen an: So seien nicht nur sieben Millionen Menschen mit dem "Likestorm" erreicht worden - auch sei das Thema "Rassismus im Netz" durch die mediale Verbreitung in die Köpfe der Menschen gelangt.

Bei JvM/Elbe zeichnen Tobias Grimm, Dörte Spengler-Ahrens (Chief Creative Officers), Hans-Peter Sporer, Henning Robert (Creative Directors), Thimon Machatzke, Canhur Aktuglu (Art Directors) sowie Luitgard Hagl (Copywriter) verantwortlich. tt
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