Kreativclub Der ADC wird weiblicher

Freitag, 15. Juli 2016
Dörte Spengler-Ahrens, ADC Sektion Hamburg, mit Anne Katrin Trybeck, Star-Köchin Cornelia Poletto und Stefanie Zimmermann (v.l.)
Dörte Spengler-Ahrens, ADC Sektion Hamburg, mit Anne Katrin Trybeck, Star-Köchin Cornelia Poletto und Stefanie Zimmermann (v.l.)
Foto: ADC
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ADC Caro Ellert Stefanie Zimmermann


Mit der Freelancerin Caro Ellert sowie den beiden Track-CDs Stefanie Zimmermann und Anne Katrin Trybeck hat die Hamburger Sektion des Art Directors Club für Deutschland (ADC) drei Frauen neu in ihre Reihen aufgenommen - sie sind nicht die Einzigen seit dem Start der Initiative für mehr weibliche Kreative im Club vor rund neun Monaten. 
Entscheidend für die Aufnahme von Ellert, Zimmermann und Trybeck in den ADC war ihre kreative Leistung – nicht, dass sie Frauen sind und sich der Kreativclub vorgenommen hat, mehr weibliche Kreative zu rekrutieren. Zumindest den Teilnehmern der Hamburger Sektionssitzung, bei der sie sich präsentiert haben, ist seitdem klar, welches Talent sie bislang in den eigenen Reihen vermisst haben – so der Tenor der zahlreichen Mails, die Sektions-Vorstand Dörte Spengler-Ahrens nach der Veranstaltung erhalten hat.
ADC Logo mit Rahmen
Bild: ADC

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Begeistert hat die Veranstaltung auch, weil Spengler-Ahrens sich diesmal noch mehr ins Zeug gelegt hat als normalerweise um die Sitzung zu organisieren und die Star-Köchin Cornelia Poletto als Gast gewinnen konnte. Unter anderem diese Prominenz hat dafür gesorgt, dass deutlich mehr Teilnehmer gewonnen werden konnten und damit auch mehr ADC-Mitglieder über die Aufnahme der drei Kandidatinnen entschieden haben.  Für den scheidenden Track-CEO Stefan Setzkorn ist es ein Unding, "dass der Frauenanteil im ADC überhaupt noch solch ein Thema sein muss". Deshalb müsse der Kreativclub noch viel mehr der vielen guten weiblichen Kreativen aufnehmen, um das Thema obsolet zu machen. "Es ist im Interesse des ADC, mehr Frauen für sich zu begeistern, nicht umgekehrt", glaubt Setzkorn. Der ADC scheint auf einem guten Weg zu sein. Immerhin hat der Verband den Anteil weiblicher Mitglieder seit Oktober 2015 von 12,4 Prozent auf 14,3 Prozent gesteigert – relativ gesehen entspricht das einem Plus von 15 Prozent."Zwei Dinge werden durch diese Zahlen bestätigt", sagt ADC-Präsident Stefan Vogel. "Erstens: Es gibt viele kreativ exzellente Frauen in Deutschland und der ADC will auf ihre Leistungen aufmerksam machen. Zweitens: Die Fraueninitiative des ADC zeigt Wirkung; nach acht Monaten haben wir 15 Prozent mehr Frauen im Club – durch das Engagement unserer Mitglieder."

Im Herbst vergangenen Jahres hatte der ADC beschlossen, seinen Anteil von weiblichen Mitgliedern signifikant erhöhen zu wollen. Um diese Initiative zu unterstützen wurden bei der nächsten Night of Honour Anfang 2016 ausschließlich Auszeichnungen als Frauen von weiblichen Laudatorinnen vergeben. Partner der Veranstaltung war erstmals die Allianz sein, die sich bereits seit langem in unterschiedlichen Bereichen dafür einsetzt, die Leistungen von Frauen sichtbarer zu machen. Einigen ADC-Frauen gehen diese Bemühungen noch nicht weit genug, sie fordern ein strategischeres Vorgehen. ems
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