Konjunktur GWA-Agenturen blicken optimistisch auf 2014

Mittwoch, 13. November 2013
Der scheidende GWA-Präsident Lothar Leonhard (Foto: Ogilvy)
Der scheidende GWA-Präsident Lothar Leonhard (Foto: Ogilvy)

Die im Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA organisierten Dienstleister erwarten ein gutes Jahr 2014. Laut dem heute vorgestellten Herbstmonitor rechnen die Agenturen im kommenden Jahr durchschnittlich mit einem Umsatzzuwachs von 6,7 Prozent. Im laufenden Geschäftsjahr erwarten die Werber ein Plus von 4 Prozent. Beide Werte sind allerdings nicht inflationsbereinigt. Die Zahlen wurden letztmalig vom scheidenden GWA-Präsidenten Lothar Leonhard präsentiert. Sein Nachfolger wird - vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag dieser Woche - Sapient-Nitro-Chef Wolf-Ingomar Faecks. An der Herbstumfrage haben sich rund zwei Drittel der knapp über 100 Verbandsmitglieder beteiligt. Die Ergebnisse gelten laut GWA als repräsentativ für die Agenturbranche.

2013 rechnen rund 56 Prozent der Befragten mit einer Umsatzsteigerung, von Umsatzrückgängen gehen 27 Prozent aus. Für 2014 liegen die Erwartungen sogar noch höher: Hier prognostizieren 74 Prozent eine Umsatzsteigerung, nur 7 Prozent rechnen mit Rückgängen. Die Rendite hat sich in diesem Jahr leicht erhöht und liegt aktuell bei 11,1 Prozent. Anders als sonst, berichtet diesmal nur eine Minderheit der Agenturen (42 Prozent) von weiter steigenden Kosten. Gleichzeitig sagen 56 Prozent der Befragten, dass sie mehr Mitarbeiter beschäftigen als im Vorjahr. Personalkosten sind in Agenturen traditionell der mit Abstand größte Kostenblock. 62 Prozent berichten von Neueinstellungen, bei 17 Prozent hat es betrieblich bedingte Kündigungen gegeben.

Der GWA bewegt sich mit seiner optimistischen Konjunktureinschätzung in guter Gesellschaft der anderen Branchenverbände. Zuletzt hatten bereits die Organisation der Mediaagenturen (OMG) und die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) zuversichtlich auf das kommende Jahr geblickt. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 46/2013 vom 14. November
Meist gelesen
stats