Kolle Rebbe über die O2-Echtzeitbanner-Aktion "Wir mussten sehr aufpassen!"

Donnerstag, 21. April 2016
Mit solchen live getexteten Werbebotschaften reagierte O2 auf die Top-News bei Spiegel.de
Mit solchen live getexteten Werbebotschaften reagierte O2 auf die Top-News bei Spiegel.de
Foto: O2 / Kolle Rebbe

Vor wenigen Tagen sorgte O2 mit einer ungewöhnlichen Banneraktion auf Spiegel Online für Aufsehen. In Echtzeit wurde die jeweilige Top-News auf der Startseite des Nachrichtenportals im direkten Umfeld des Beitrags mit einem flotten Spruch kommentiert. Gegenüber HORIZONT Online hat die verantwortliche Agentur Kolle Rebbe nun verraten, wie das Ganze genau abgelaufen ist.
Lorenz Ritter
Lorenz Ritter (Bild: Kolle Rebbe)
Basis dieser Contextual Campaigning Aktion war ein spezieller Banner, der eine offene - und damit austauschbare - Datei im Zentrum hatte. Das Konzept und die technische Umsetzung verantwortete Felix Zielke, CD Konzept bei Kolle Rebbe. Den gesamten Dienstag verbrachten ein fünfköpfiges Team um Text-CD Lorenz Ritter sowie die beiden für O2-verantwortlichen Berater Johann Lagemann und Nic Heimann gemeinsam mit dem Kunden am Rechner und verfolgten das Geschehen auf Spiegel.de. Immer im Blick: die aktuelle Top-Meldung an Position 1.
Ein Team von 5 Kolle-Rebbe-Mitarbeitern textete unter enormem Zeitdruck
Ein Team von 5 Kolle-Rebbe-Mitarbeitern textete unter enormem Zeitdruck (Bild: O2 / Kolle Rebbe)
"Die größte Herausforderung dabei war natürlich, so schnell wie möglich eine gute Headline zu finden", erklärt Ritter gegenüber HORIZONT Online. Das Texten fiel seinem Team offensichtlich nicht schwer - innerhalb von 15 Minuten, nachdem die Redakteure von Spiegel Online den neuen Artikel platziert hatten, stellte auch Kolle Rebbe die jeweils neue Bannerbotschaft online.

Für Nervosität hatte im Vorfeld vor allem die Nachrichtenlage gesorgt: "In den Tagen zuvor dominierten Negativ-Schlagzeilen über die neuerliche Flüchtlingstragödie im Mittelmeer oder den Krieg in Syrien die News. Solche Themen sind natürlich nicht bespielbar", so Ritter weiter. Für diesen Fall hatte das Team neutrale Headlines wie "Ist mein Browserfenster das Tor zur Welt?" in der Hinterhand - und setzte sie beispielsweise bei Meldungen über den GSG-9-Großeinsatz in Freital auch ein.

Der Refresh des Banners dauerte 3 Sekunden
Der Refresh des Banners dauerte 3 Sekunden (Bild: O2 / Kolle Rebbe)
Für das Agenturteam war das kein alltäglicher Job. Ritter: "Wir mussten sehr aufpassen!" Drei Sekunden dauerte ein Refresh des Banners. "Wenn in dieser Zeit ein lustiger Spruch neben einem heiklen Thema steht, wirkt das respekt- und pietätlos", so der Agenturmann. Die Aktion ist Teil der Anfang März gestarteten O2-Kampagne "Schneller Surfen an mehr Orten".

Es ist nicht die erste Real-Time-Kampagne von Kolle Rebbe. Vor rund einem Jahr hatten die Hamburger für ihren Kunden Netflix und dessen Serie "Better Call Saul" einen ähnlichen Auftritt hingelegt. Damals hatte die Agentur jedoch für ihre frechen Werbebotschaften wie "Verklag die Werbefuzzis!" statt einer dynamischen Sidebar einen Billboard-Banner belegt. jeb
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