KNSK Bissinger-Geschäftsführer Notz und Siefke steigen in die Chefetage der Agentur auf

Dienstag, 12. Januar 2016
Rücken enger zusammen: Manfred Bissinger, Werner Knopf, Kim Alexandra Notz, Andreas Siefke und Detmar Karpinski
Rücken enger zusammen: Manfred Bissinger, Werner Knopf, Kim Alexandra Notz, Andreas Siefke und Detmar Karpinski
Foto: KNSK

Paukenschlag bei KNSK: Detmar Karpinski und Werner Knopf holen sich zwei neue Mitgesellschafter in die Geschäftsführung: Kim Alexandra Notz und Andreas Siefke von Bissinger Plus. Gleichzeitig verkündet die Agentur eine strategische Neuausrichtung und will im Boom-Markt Content Marketing angreifen. Schöne Pointe am Rande: Dank den beiden Neuen steht jetzt wieder hinter jedem Buchstaben von KNSK ein konkreter Name: Knopf, Notz, Siefke und Karpinski.
Ganz unkompliziert ist der Deal nicht. Notz und Siefke bleiben als Mitgesellschafter in der Geschäftsführung bei Bissinger Plus, an der KNSK eine Beteiligung hält. Beide Agenturen bleiben eigenständig, rücken aber  deutlich enger zusammen - genau darin liegt schließlich die strategische Logik des Deals. Knopf: "Viele Werbeagenturen versuchen zurzeit mehr oder weniger erfolgreich Antworten auf den neuen Markt des Content Marketing zu finden. Wir haben mit unserer Partneragentur Bissinger Plus die Content-Experten bereits im Hause und bauen jetzt gemeinsam ein Agenturmodell der Zukunft. Wir verbinden klassische Werbung mit Content Marketing." Eine Fusion der beiden Agenturen ist nicht geplant - noch nicht. Manfred Bissinger sagt dazu: "Wir haben uns verlobt, spätere Hochzeit nicht ausgeschlossen. Verlobungszeiten sind Zeiten, in denen man sich kennenlernt und schaut, ob man wirklich zusammenpasst - und in denen Küssen nicht verboten, sondern ausdrücklich erwünscht ist." js

Das sagen die Beteiligten:

Detmar Karpinski: "Bissinger Plus ist eine Agentur mit 40 Mitarbeitern, echtem Umsatz und namhaften Kunden - das ist schon etwas anderes als drei Journalisten einzukaufen und einen Content-Marketing-Ableger zu gründen, wie andere das machen. Wir sind die erste Werbeagentur, die Content Marketing wirklich konsequent und ganzheitlich betreibt."

Werner Knopf: "Wir sind mit Kim und André schon seit zwei Jahren sehr eng verbunden. Das passt alles hervorragend; menschlich, geschäftlich und was unsere Vorstellung von ganzheitlicher Kommunikation betrifft. Deshalb haben wir uns gesagt: Wäre doch schön, wenn wir frisches Blut in der Geschäftsführung hätten! Wir haben uns in den vergangenen Jahren ja immer wieder umgesehen, aber nie jemanden gefunden, der wirklich zu uns gepasst hätte. Mit Kim und André ist das anders, die beiden sind die ideale Ergänzung. Deswegen sind Detmar und ich bereit, einen signifikanten Teil von KNSK abzugeben und zu sagen: Wir haben jetzt eine vierköpfige, gleichberechtigte Geschäftsführung."

Kim Alexandra Notz: "Die DNA von KNSK war Kreation, ist Kreation und wird Kreation bleiben. Was nun dazukommt, ist Content und Technologie. Das sind die drei Säulen, auf denen die Agentur steht."

"Aus unserer Sicht gibt es im Markt eine strategische Lücke zwischen Agenturen, die für klassische Markenführung stehen, und dem, was wir bei Bissinger Plus machen, also Storytelling. Der Schritt, eine gute Konzeption konsequent nicht nur in Werbung, sondern auch Corporate Content zu übersetzen, hat in Wirklichkeit bisher noch gar nicht stattgefunden. KNSK kann jetzt die große Linie im ganzen Kommunikationsprozess abbilden. Das unterscheidet uns maßgeblich von allen anderen Agenturen."

Andreas Siefke: "KNSK ist eine gut funktionierende Agentur, da muss jetzt nicht wie wild umstrukturiert werden. Deshalb werden Kim und ich zunächst weiter unseren Schwerpunkt bei Bissinger Plus haben. Es wird auch Kunden geben, bei denen wir weiterhin getrennt agieren. Wir brechen hier nichts übers Knie, sondern werden unser Geschäft kontinuierlich weiterentwickeln."

"KNSK springt jetzt nicht schnell mal auf einen Trend auf, sondern hat sich schon vor über zwei Jahren und sehr bewusst an Bissinger Plus beteiligt. Das Thema Content Marketing wurde hier bereits diskutiert, als andere noch von einem kurzfristigen Hype gesprochen haben."

Manfred Bissinger: "Ich finde diesen Schritt nur konsequent. Viele Unternehmen realisieren, dass sie mit gesellschaftlich relevanten Inhalten, die nach journalistischen Kriterien aufbereitet sind, auch eine große Reputation aufbauen können. In der Kombination mit exzellenter klassischer Werbung erreicht man damit eine hohe Wirksamkeit. Künftig werden wir das noch enger verzahnen - davon profitieren die Kunden beider Agenturen."
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