Feuer und Flamme für Hamburg Agenturen wollen mit neuer Bürgerkampagne Olympia 2024 in die Hansestadt holen

Freitag, 16. Oktober 2015
Die Kampagne geht vor dem Referendum in die entscheidende Phase
Die Kampagne geht vor dem Referendum in die entscheidende Phase
Foto: Feuer und Flamme für Hamburg

Weniger als 50 Tage sind es noch, bis die Bewohner Hamburgs in einem Referendum über die Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen Spiele 2024 abstimmen. Im Vorfeld wirbt erneut ein Konglomerat aus bekannten Hamburger Agenturen für das "Ja" am 29. November. Ihre großangelegte Bürgerkampagne läuft in der Hansestadt auf allen Kanälen und steht unter dem Motto "Hamburg 2024. Das gibt's nur einmal".
Konzipiert und kreativ umgesetzt hat den Auftritt pro bono ein Joint-Venture aus rund 20 Hamburger Agenturen, darunter Lukas Lindemann Rosinski, Jung von Matt/sports, Thjnk, Kolle Rebbe, Fluent, Fischer-Appelt und Leagas Delaney, aber auch viele kleinere Spezialdienstleister. Fotografiert hat die Motive Robert Grischek, Infected besorgte die Postproduktion. Die Radiospots hat Studio Funk produziert. Den Agenturen ist es dabei wichtig, nicht als einzelne Akteure in Erscheinung zu treten, sondern als gemeinsames Team, das den Olympia-Traum unterstützt. Schon im Frühjahr hatten die Agenturen eine Bürgerkampagne für die Hansestadt entwickelt, als es darum ging, sich im nationalen Vorentscheid des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) gegen Berlin durchzusetzen. "In der Grundanlage ist die neue Kampagne ähnlich, aber nicht in ihrer Botschaft", sagt Leagas-Delaney-Chef Stefan Zschaler. Diesmal gehe es vor allem darum, die Befürworter für das Referendum zu mobilisieren - den Gegnern falle das in der Regel leichter.
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    (Bild: Feuer und Flamme für Hamburg)
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    (Bild: Feuer und Flamme für Hamburg)
Vergangene Woche stellte das Agenturteam den neuen Slogan und den Auftritt, der neben einem TV- und Hörfunk-Spots auch neun Plakatmotive umfasst, bei einer Informationsveranstaltung in Hamburg vor. Ziel der Kampagne müsse es neben der Mobilisierung auch sein, die Bedenken in der Bevölkerung zu zerstreuen, so Zschaler, gerade was die Kosten anbelangt. Er ist aber sicher: "Für die Stadt ist Olympia eine Riesenchance. Wenn das IOC seine Agenda ernst nimmt, dann ist das Konzept von Hamburg eigentlich das einzige, das die Anforderungen erfüllt."

Allerdings gibt es aktuell auch Gegenwind: Zwölf Hamburger Professoren verfassten kürzlich ein Positionspapier zu den Risiken der Bewerbung und veröffentlichten es im Netz. Darin nennen die Wissenschaftler die Planungen des rot-grünen Hamburger Senats "manipulativ".

Der Weg zu Olympia 2024

• 29. November 2015: Referendum in Hamburg zur Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 • 08. Januar 2016: Abgabe des ersten Bewerbungsdokuments ("Mini-Bid.Book") • April/Mai 2016: Auswahl der "Candidate Cities" durch das IOC • Januar 2017: Abgabe des finalen Bewerbungsdokuments ("Bid-Book") • Juli/August 2017: Entscheidung über den Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 beim IOC-Kongress in Lima/Peru
Für Senat und Bürgerschaft ist die Abstimmung am 29. November 2015 entscheidend: Stimmen mehr Hamburger gegen als für die Bewerbung zu den Olympischen und Paralympischen Spiele 2024, würde dies das Ende der deutschen Olympiaträume bedeuten. Hoffnung macht den Organisatoren aber eine aktuelle Forsa-Umfrage: Danach begrüßen derzeit 63 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg die Bewerbung ihrer Stadt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet im Sommer 2017 über den Ausrichter der Olympischen Spiele 2024. fam
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