Jung von Matt Thomas Strerath fordert weniger Margen-Fixiertheit

Donnerstag, 17. September 2015
Thomas Strerath
Thomas Strerath
Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images
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Thomas Strerath, endlich im Managing Bord von Jung von Matt angekommen, sieht in der Fixiertheit auf die Margen einen der größten Nachteile, den traditionelle Unternehmen gegenüber neuen Angreifern haben. Letztere konzentrierten sich in den ersten Jahren nur auf die Steigerung des Umsatzes - ein Denken, das sich etablierte Unternehmen nur selten leisten.

"Überall, wo die Leute auf der Marge sitzen bleiben wollen, hindert es sie am Wandel", sagte er auf der Eröffnungsrunde am 2. Dmexco-Tag.  Aber auch der Umgang des Managements mit dem digitalen Wandel ist entscheidend bei der Frage, wie gut sich Unternehmen auf die veränderten Marktbedingungen und Verbrauchergewohnheiten einstellen können. "Am Anfang ist es vor allem eine Führungsaufgabe des Topmanagements", sagt Marc Opelt, Member of the Board Marketing und Sales von Otto, die in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum ihrer Website Otto.de feiern.

"Das Wichtigste ist, die Kultur zu verändern", so Opelt. Dazu gehört auch neue Arbeitsstrukturen zuzulassen, die den Bedürfnissen der, vor allem im Digitalbereich meist jüngeren Mitarbeitern entsprechen.

Nicht nur die Technologie ändert sich, auch die Art der Konsumentenansprache. Dass die potenziellen Käufer jedoch ständig mit der Marke interagieren wollen, das glaubt Strerath nicht. "Das wird total überschätzt", sagt er. Die meisten Werbungtreibenden seien enttäuscht, wie wenig sich die Konsumenten einbringen, wenn sie via Werbung aufgefordert werden, mit der Marke zu interagieren. Am Ende gehe es unverändert darum, den richtigen Content in der Werbung zu schaffen: "Er muss total unterhaltend sein oder einen Mehrwert bieten. Macht er das nicht, ist es einfach nur scheiß-langweilige Werbung", sagte er salopp. pap

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