Jung von Matt Das ist der neue Markenauftritt von Roland Berger

Montag, 07. September 2015
So sieht das neue Logo von Roland Berger aus
So sieht das neue Logo von Roland Berger aus
Foto: Roland Berger

Roland Berger hat sich einen neuen Markenauftritt verpasst. Seit heute tritt die Unternehmensberatung mit einem veränderten Erscheinungsbild auf. Im Mittelpunkt steht ein vollkommen neues Logo. Es zeigt ein "Titan-B" neben der Wortmarke Roland Berger. Entwickelt und umgesetzt wurde der Auftritt in Zusammenarbeit mit der Hamburger Agenturgruppe Jung von Matt.
Für Roland Berger ist es die dritte Überarbeitung der eigenen Marke seit Firmengründung im Jahr 1967. Zuletzt wurde 2001 Hand an das Logo gelegt. Seitdem firmiert die Beratungsgesellschaft als "Roland Berger Strategy Consultants". In dem neuen Auftritt fehlt der erklärende Zusatz. "Wir glauben, dass dieser Zusatz uns in unserer Wahrnehmung am Markt eher einschränkt", begründet Christiane Diekmann, Head of Global Marketing and Communications bei Roland Berger, den Schritt. In den vergangenen Jahren habe man das Angebot systematisch über die Leistungen klassischer Unternehmensberatungen hinaus ausgeweitet. Dem soll der neue Auftritt Rechnung tragen.
Das "Liquid B" soll die unterschiedlichen Geschäftsbereiche und Kompetenzen der Beratungsgesellschaft verdeutlichen
Das "Liquid B" soll die unterschiedlichen Geschäftsbereiche und Kompetenzen der Beratungsgesellschaft verdeutlichen
Bei der Entwicklung und Umsetzung hat Roland Berger eng mit der Agenturgruppe Jung von Matt zusammengearbeitet. Sie hatte sich den Auftrag nach einem Pitch gesichert. Beteiligt waren die Tochterfirmen JvM/Brand Identity und JvM/Next. "Dabei hat sich ausgezahlt, dass wir von vornherein auf ein gemischtes Team aus internationalen Marketingexperten von Roland Berger und Jung von Matt gesetzt haben, die die lokalen Märkte und neben Corporate Branding auch Employer Branding berücksichtigt haben", sagt Diekmann.

Das plakative "Titan-B" steht laut Darstellung des Unternehmens für Exzellenz und Stärke. Damit wolle man die Agilität, aber auch die Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit von Roland Berger verdeutlichen. Neben dem Basislogo wird auch ein sogenanntes "Liquid B" eingesetzt, das mit anderen Farben und Bildern gefüllt werden kann, um die unterschiedlichen Geschäftsbereiche und Kompetenzen der Beratungsgesellschaft zu verdeutlichen.

Der internationale Relaunch wird ab dem heutigen Montag umgesetzt. Dabei werden zunächst nur die Kernelemente des Auftritts umgestellt. Die Realisierung in den 36 Märkten, in denen die Firma aktiv ist, erfolgt nach und nach. Das gilt auch für die einzelnen Kanäle. So soll die neue Website erst in einigen Monaten sichtbar werden. "Die Idee dahinter ist, unsere Kollegen weltweit an der Umsetzung der neuen Marke so weit wie möglich mitwirken zu lassen", sagt Marketingchefin Diekmann.

Die Umstellung wird von verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen begleitet. Neben klassischer PR und Pressearbeit gehören dazu Event- und Direktmarketing sowie digitale Aktivitäten. Auch eine größere Guerilla-Marketing-Aktion kündigt Roland Berger an. Die meisten dieser begleitenden Maßnahmen setzt das Unternehmen ohne Unterstützung externer Dienstleister um.

Roland Berger hat in den vergangen Jahren an Glanz verloren. Auch der wirtschaftliche Erfolg war wohl schon größer. Laut einer aktuellen Lünendonk-Schätzung ist der Umsatz zuletzt auf rund 560 Millionen Euro zurückgegangen. Das Unternehmen selbst veröffentlicht keine Umsatzzahlen. Auf die veränderten Marktbedingungen hat Roland Berger mit einer strategischen Neuausrichtung reagiert - und mit einem Chefwechsel. Seit Juli 2014 steht der Franzose Charles-Edouard Bouée an der Spitze der Beratungsfirma. Er findet erwartungsgemäß große Worte für den Relaunch: "Mit dem neuen Markenauftritt erfüllt Roland Berger seine Vision und sein Wertversprechen, stets einen Schritt voraus zu sein." mam
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